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Bei zwei Szenen stand Marcel Schuhen in der Partie gegen Magdeburg ganz besonders im Fokus: beim Gegentreffer und bei seiner Verletzungspause nach einer knappen halben Stunde. Und beide Situationen musste der 33-Jährige nach dem Schlusspfiff geraderücken.

Da war zunächst die Führung der Magdeburger, bei der Schuhen eine flach getretene Ecke von Baris Atik nicht zu fassen bekam und Magdeburgs Abwehrchef Tobias Müller den abgeprallten Ball einschoss. Gut sah der Lilien-Keeper dabei nicht aus.

Auf seine Kappe wollte er den Treffer aber nicht nehmen. „Auf gar keinen Fall“, sagte er nach dem Spiel entschieden beim Sender Sky. „Wenn ich einen Fehler mache, gebe ich es zu. Aber wir haben unsere erste Position nicht besetzt. Normalerweise ist das nicht mein Raum. Ich muss diesen Bereich gar nicht verteidigen.“

Rückendeckung bekam Schuhen auch von Trainer Florian Kohfeldt: „Das ist ein Raum, den wir mit einem anderen Spieler verteidigen“, sagte der Coach ebenfalls bei Sky. Keiner von beiden nannte den Verantwortlichen beim Namen. Doch der Treffer ging vor allem auf die Kappe von Fynn Lakenmacher.

Der Angreifer, der auch sonst einen schwarzen Tag hatte, stand am kurzen Pfosten, machte erst einen Schritt nach vorn, bekam den Ball in den Rücken und fälschte ihn auch noch etwas ab, sodass der verdutzte Schuhen nicht mehr richtig reagieren konnte.

„Das war nicht taktischer Natur“

In der 28. Minute ging Schuhen dann kurz zu Boden und musste behandelt werden. Magdeburgs Trainer Patric Sander sprach danach von einem geschickten taktischen Zug, denn die Lilien nutzten die Unterbrechung, um sich zu sammeln und neu zu ordnen und waren fortan besser im Spiel.

Auch hier widersprach Schuhen entschieden. „Der Herr Sander war die letzten zwei Tage nicht vor Ort und hat nicht gesehen, dass ich wirklich zu kämpfen hatte, um heute überhaupt zu spielen“, sagte der Lilien-Kapitän. „Das war nicht taktischer Natur, sondern ich hatte wirklich Probleme, weil ich einen Ball spielen musste.“ Dass die Unterbrechung den Lilien etwas brachte, wollte der Keeper aber nicht abstreiten.

Von seinem Trainer gab es danach noch ein großes Sonderlob. „Der geht voran“, sagte Kohfeldt über seinen Kapitän. „Ich glaube, es hätte keinen Spieler gegeben, der heute mit seinem Oberschenkel gespielt hätte.“

Euch ist ein Fehler aufgefallen? Dann lasst es uns hier per Mail (->) wissen.

Mehr zu Marcel Schuhen findet ihr hier (->) in unserem Lilienblog-Album.

Bildquellen

  • SVD-fcml-2026-27-blog-0025: Arthur Schönbein

Ein Kommentar

  • Jürgen W. sagt:

    In einem Team sollten Fehler immer auch von anderen Spielern ausgebügelt werden. Es ist ein Nogo von Schuh über Lakenmacher öffentlich so her zu ziehen. Sry. Es war eine Ecke, die war 70 Meter unterwegs aufs kurze Eck. Dafür haben wir einen Keeper, der hätte bei einer richtigen Entscheidung den Fehler auch richtig ausgebügelt. Und wenn nicht, dann gehört es sich intern über diese Dinge zu sprechen. Am Gegentor hat er n.m. Meinung eine falsche Entscheidung getroffen, hat also auch seine Chips in der Schuldfrage im Rennen.

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