Fast hätte er in der Anfangsphase der Partie gegen den 1. FC Köln seinen ersten Treffer für die Lilien erzielt. Nach einem Freistoß schaltete Tim Rieder am schnellsten und zwang FC-Keeper Timo Horn in der 2. Minute zu einer ersten Parade. „Wenn wir 1:0 führen, wäre das Spiel sicher anders gelaufen“, sagte der 25-jährige Defensivspieler. Am Ende verloren die Lilien klar mit 0:3. „Das Ergebnis war etwas zu hoch. Aber ich denke, wir haben uns teuer verkauft.“

Vorwärtsverteidigung mit Risiken

Der Führungstreffer für Köln fiel über Rieders rechte Abwehrseite, als er sich noch in der Offensive befand. „Es war unsere Taktik, dass jeder nach vorne drauf geht“, sagte Rieder. Begründung: „Wenn Du dann vorne die Balleroberung hast, kommst Du schneller zu Torchancen.“ In dem Fall ging die Rechnung nicht auf. „Ich habe jetzt nicht gesehen, dass es da brennt. Da hat man die individuelle Klasse der Kölner gemerkt“, sagte Rieder.

Auch Trainer Dirk Schuster wollte in dieser Situation – anders als bei den beiden anderen Kölner Treffern – kein Fehlverhalten in der Defensive anprangern. Das Tor sei sehr schwer zu verteidigen gewesen, sagte der Coach nach dem Spiel.

„Von Spiel zu Spiel besser“

Rieder kam zu Saisonbeginn als Leihgabe vom FC Augsburg, wo er bereits 2016 unter Schuster gearbeitet hatte. In der Rückrunde der vergangenen Spielzeit war er auf Leihbasis für den polnischen Erstligisten Slask Wroclaw aktiv, wo er 13 Begegnungen absolvierte. Bei den Lilien stand der Mann mit der Nummer 40 seit dem 7. Spieltag in jeder Partie in der Startformation – konnte da aber zunächst nicht überzeugen.

Das hatte auch damit zu tun, dass Rieders Stammpositionen im defensiven Mittelfeld beziehungsweise in der Innenverteidigung sind. Doch zuletzt zeigte sich der gebürtige Dachauer, der unter anderem in der Jugend des FC Bayern München ausgebildet worden war, deutlich verbessert. „Ich denke, dass ich von Spiel zu Spiel besser in diese Position hereinwachse“, sagt er und fügt an: „Ich freue mich, dass ich der Mannschaft defensiv wie offensiv mit meiner Dynamik helfen kann. Ich fühle mich wohl rechts hinten.“

Bildquellen

  • D98-BSC-004: Arthur Schönbein

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