Am Ende wurde es für Christoph Moritz ein Last-Minute-Transfer – der erste in den fast zehn Jahren, die er als Profi-Fußballer unterwegs ist. In Darmstadt trifft die Leihgabe vom Hamburger SV jetzt einen alten Bekannten aus seiner Jugend wieder, wie er im zweiten Teil des von lilienblog.de dokumentierten Mediengesprächs verrät. (Den ersten Teil gibt es hier)

Frage: Dein Wechsel ist ja erst kurz vor Ende der Transferperiode zustande gekommen. Was war der Grund dafür?

Christoph Moritz: Es war nicht so, dass ich nach einem halben Jahr in Hamburg zum Ende der Rückrunde schon wieder wechseln wollte. Ich habe mich in der Vorbereitung in Hamburg reingehängt, um Anschluss zu finden. Aber es war am Ende nicht so, dass ich das Gefühl hatte, dass ich mehr Einsatzzeiten als in der Hinrunde bekomme. Die Verpflichtung von Berkay Özcan war noch ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass es schwierig werden könnte. Dann unterhält man sich mal mit dem Trainer, wie die Lage aussieht. Das war leider relativ spät. Deswegen war am Ende alles relativ hektisch. Ich hätte mir auch gewünscht, dass das ein bisschen früher über die Bühne gegangen wäre. Aber jetzt habe ich das in meiner fast zehnjährigen Fußballerzeit auch hinter mir, den Last-Minute-Wechsel. Das kann ich später vielleicht auch meinen Kindern erzählen, wenn ich mal welche habe.

Frage: Was hat den Ausschlag für Darmstadt gegeben?

Christoph Moritz: Der Kontakt bestand schon über längere Zeit. Mein Berater kennt das Trainerteam. Mit Serdar Dursun spielt ein weiterer Spieler von ihm hier. Deswegen hatte man sich vorher auch schon mal unterhalten. In der vergangenen Woche habe ich mal mit dem Trainerteam gesprochen. Ich wusste vorher schon, dass sie mich gut finden (lacht). Das Gefühl braucht man ja bei einem Wechsel, dass man das Vertrauen vom Trainerteam bekommt. Deswegen war ich froh, dass dann die Wertschätzung noch immer da war, mich nach Darmstadt zu holen.

 

„Bei der aktuellen Tabellensituation müssen wir uns nicht in die Tasche lügen“

 

Frage: Was ist Dein Ziel mit der Mannschaft?

Christoph Moritz: Bei der aktuellen Tabellensituation müssen wir uns nicht in die Tasche lügen. Wir würden natürlich gerne den Abstieg verhindern. Der Abstand nach hinten ist gut. Aber wir müssen auch noch ein paar Punkte holen, damit es so bleibt.

Frage: Du kommst aus Düren. Da kursiert die Legende von einer Bolzplatz-Gang mit Wilson Kamavuaka und Lewis Holtby. Was ist denn da dran?

Christoph Moritz: Naja, Bolzplatz-Gang …  Wir haben alle drei zusammen ab der B-Jugend in Aachen gespielt. Wilson kam aus Düren, ich aus einem Vorort. Wir kannten uns und haben regelmäßig in der Soccerhalle gegeneinander gespielt: Seine Jungs gegen meine Jungs, vier gegen vier. Deniz Naki war noch bei Wilson in der Mannschaft. Ab und zu, wenn wir es hinbekommen haben, haben wir das auch noch in den letzten Jahren gemacht. Aber das letzte Mal liegt jetzt auch schon zwei oder drei Jahre zurück.

Frage: Hattest Du mit Wilson noch Kontakt? Konnte er Dir zu dem Wechsel nach Darmstadt raten, nachdem er hier ja kaum noch zum Zug kommt?

Christoph Moritz: Mit Wilson habe ich vor dem Wechsel nicht gesprochen. Eher mit dem Trainerteam. Wilson habe ich hier erst in der Kabine wiedergesehen.

 

Bildquellen

  • MSV-D98-2018-19-001: Arthur Schönbein

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