Mit der Einwechslung von Mittelfeldspieler Yannick Stark kam die Wende zum 3:2-Sieg in Hamburg. In einem Mediengespräch in der Länderspielpause verrät der gebürtige Darmstädter, was er bei seiner Vorlage zum Anschlusstreffer gedacht hat, was er von einer Nominierung für die Elf des Tages hält und was inzwischen anders ist im Vergleich zur Zeit unter „Herrn Schuster“.

Yannick, die letzten zwei Spiele waren nicht nur sechs Punkte, es war die Art von Fußball, die überzeugt hat. Wie seht Ihr das?

Yannick Stark: Von einem Sieg wie dem in Hamburg träumt man natürlich – gegen einen der Topfavoriten der Zweiten Liga vor so einer Kulisse wieder ins Spiel zurückzukommen. Und auch Kiel war schon ein gutes Spiel von uns. Solche Siege geben Selbstvertrauen und Auftrieb.

Was hatte der Trainer Dir mitgegeben, als er Dich nach einer guten halben Stunde beim Stand von 0:2 in Hamburg eingewechselt hat? Sorg dafür, dass wir 3:2 gewinnen?

Yannick Stark: Nee, so unverschämt war er dann doch nicht (lacht). Er hat sich mehr Präsenz und Aggressivität im Mittelfeld versprochen. Das habe ich versucht, umzusetzen. Und am Ende war es ja der richtige Schachzug von ihm.

„Elf des Tages? Da lege ich nicht so viel Wert drauf“

Der Pass von Dir auf Marvin Mehlem zum 1:2-Anschlusstreffer in Hamburg – war der auch so gewollt?

Yannick Stark: Der war so gewollt. Auch wenn man es mir nicht zutraut (lacht).

Du bist vom Sportmagazin „kicker“ für die Elf des Tages nominiert worden. Ist das etwas Besonderes für Dich?

Yannick Stark: Ich habe das mitbekommen, aber da lege ich nicht so viel Wert drauf. Wir werden mittlerweile nach jedem Spiel von jedem Medium bewertet. Da hat jeder seine eigene Sichtweise, seine eigene Meinung. Es ist nicht förderlich, wenn man da zu viel Wert drauf legt – in guten wie in schlechten Zeiten.

„Wir sind eine Mannschaft, in der Qualität steckt“

Ihr habt jetzt etwas Abstand zu den Abstiegsplätzen. Inwieweit entspannt das die Situation?

Yannick Stark: Es ist natürlich ein besseres Gefühl, wenn man nicht mit dem Rücken zur Wand steht. Aber es ist noch nichts erreicht. Wir sind eine Mannschaft, in der Qualität steckt und die im Normalfall den Klassenerhalt schaffen sollte. Aber wir sind da vorsichtig genug. Es kommen noch viele Spiele auf Augenhöhe. Aber wenn wir da an unsere jüngsten Leistungen anknüpfen, werden wir schnellstmöglich den Klassenerhalt sichern können.

Was macht der neue Trainer denn anders?

Yannick Stark: Er gibt sich sehr viel Mühe in der täglichen Trainingsarbeit. Wir bereiten uns sehr detailversessen auf die Gegner vor. Ein Trainerwechsel bringt immer neue Impulse. Jeder kämpft um seinen Platz. Es herrscht eine ganz andere Stimmung im Team.

„Unter Herrn Schuster war das oft auf den Gegner abgestimmt“

Was hat sich denn auf dem Feld geändert?

Yannick Stark: Es wird jetzt mehr Wert auf unsere eigene spielerische Linie gelegt. Unter Herrn Schuster war das oft auf den Gegner abgestimmt mit der Devise, hinten nichts anbrennen zu lassen. Da hat dann das Offensivspiel drunter gelitten und die Balance zuletzt nicht mehr so gestimmt. Im Moment klappt es ganz gut. Aber das ist eine Momentaufnahme. Das muss sich weiter entwickeln.

Also wollt Ihr mehr agieren als reagieren?

Yannick Stark: Das kann man so sagen. Wir wollen, dass man sich mit uns beschäftigt und dass wir uns unserer eigenen Stärken bewusst sind.

Nächste Woche geht es gegen Regensburg. Was erwartet Ihr?

Yannick Stark: Das ist eine Wundertüten-Mannschaft. Die werden jedes Jahr zu den Abstiegskandidaten gezählt. Aber das ist eine eingespielte, eingeschworene Mannschaft. Das wird wieder ein enges Spiel werden, bei dem Kleinigkeiten entscheiden können.

 

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  • DSC-D98-2018-19-004: Arthur Schönbein

2 Comments

  • Scholz sagt:

    Ich finde das der SV 98 ungezwungerner Spielt, so können die Spieler besser agieren und frei Fußball spielen. Man sah auch das eine gewisse Teamfähigkeit vorhanden War und das macht den SV 98 aus. Lasst den Spieler einen freien Lauf beim Spiel und es läuft Perfek

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