Sandro Sirigu, Helmut „Bubu“ Koch und Utz Pfeiffer – drei Namen, die über viele Jahre eng mit den Lilien verbunden sind. Am Sonntag beim letzten Saisonspiel gegen Erzgebirge Aue heißt es nun Abschied nehmen. Denn für die drei geht es bei den Profis des SV Darmstadt 98 nicht weiter – ebenso wie für einige andere Spieler mit einer weniger langen Lilien-Tradition.

Kein Grund für Empörung

Da kann schon ein wenig Wehmut aufkommen. Aber ein Grund für Empörung ist es nicht. Denn unter sportlichen wie organisatorischen Aspekten sind die Trennungen nachvollziehbar.

Sirigu hat sechs Jahre für die Lilien gespielt und ist der letzte Verbliebene des Wunders von Bielefeld (Marcel Heller war ja mal kurz weg). Aber zuletzt war er sportlich nicht mehr erste Wahl, möchte selbst mehr spielen. Er sagt, er habe mit dem Verein nach „sehr guten und ehrlichen Gesprächen“ den Entschluss getroffen, dass es für beide Seiten besser sei, getrennte Wege zu gehen.

Mit 71 in den Ruhestand ist kein Abschieben

Koch arbeitet seit 2007 als Betreuer, ist mittlerweile 71 Jahre alt und sichtlich gesundheitlich angeschlagen. Da ist der Ruhestand kein Abschieben, auch wenn Koch selbst dem Vernehmen nach noch gerne weiter gemacht hätte. Und sein langjähriger Kollege Pfeiffer soll ja ohnehin andere Aufgaben im Verein übernehmen.

Am Ende wollen doch alle einen erfolgreichen Verein. Dazu gehören eine schlagkräftige Mannschaft und eine funktionierende Infrastruktur. Das macht von Zeit zu Zeit auch Veränderungen nötig. Mit dem Festhalten an Tradition ist das nicht zu schaffen. Auch nicht, wenn man sich auf die Fahnen geschrieben hat, aus Tradition anders zu sein.

 

Bildquellen

  • Fahne_Lilien: Pixabay

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