Im letzten Saisonspiel empfangen die Lilien Erzgebirge Aue – wie vergangene Saison. Damals war es eine furiose Partie mit zahlreichen Aufregern und einem Happy End für die Lilien.

Brégerie klärt klar hinter der Linie – kein Tor

„Vielleicht sollte man mal die Konten der Schiedsrichter überprüfen, ob die was kriegen“, tobte Aue-Präsident Helge Leonhardt nach dem Spiel. Was war passiert?

Der erste Aufreger in der Partie ereignete sich in der 4. Minute. Marvin Mehlem fälschte einen Ball in Richtung eigenes Tor ab, Romain Brégerie schlug den Ball weg – allerdings erst hinter der Linie, wie die Fernsehbilder klar zeigten. Schiedsrichter Sören Storcks und seine Assistenten sahen das nicht und erkannten den regulären Treffer nicht an.

Aufreger zwei gab es in der 31. Minute. Nach einem Eckball ging Angreifer Felix Platte im Lilien-Strafraum klar mit der Hand zum Ball. Doch auch hier entschied der Schiedsrichter gegen Aue.

Kempe stellt den Spielverlauf auf den Kopf

Und in der 86. Minute stellte Kempe den Spielverlauf dann weitgehend auf den Kopf, als er einen abgeprallten Schuss von Terrence Boyd im Tor versenkte. Am Ende hatte Aue über 60 Prozent Balllbesitz, das Torschussverhältnis betrug 14 zu 8 für die Gäste.

Aue legte Einspruch gegen die Wertung der Partie ein. Der wurde jedoch abgelehnt. Und Aue-Präsident Leonhardt wurde vom DFB für seinen Wutausbruch mit einer Geldstrafe in Höhe von 2.000 Euro belegt.

Bertram rettet Aue in der Relegation

Mit dem Sieg sicherten sich die Lilien den Klassenerhalt, schoben sich sogar noch auf Rang zehn. Aue musste dagegen in die Relegation, die es jedoch gegen den Karlsruher SC bestand. Dreifacher Torschütze beim 3:1-Heimsieg war damals übrigens der heutige Lilien-Spieler Sören Bertram.

Diesmal sind die Vorzeichen völlig anders: Die Lilien haben den Klassenerhalt am 31. Spieltag mit dem 2:1 in Köln eingetütet, Aue einen Spieltag später.

Es geht einzig darum, ob die Gäste noch an den Lilien vorbeiziehen können. Das wäre bei einem Auswärtssieg der Fall. Bei einem Unentschieden oder einem Heimsieg blieben die Lilien vorn. Je nachdem wie die anderen Teams spielen, ist für die Lilien allerhöchsten noch Rang neun drin.

Bildquellen

  • 064-Aue-Klassenerhalt: Arthur Schönbein
Stephan Köhnlein

Stephan Köhnlein

Wahl-Heiner seit 1998, Text-Journalist für diverse Medien

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