Buhlt der Hamburger SV um Lilien-Coach Dimitrios Grammozis? Laut „Kicker“ steht der Lilien-Coach bei HSV-Sportvorstand Ralf Becker auf der Kandidatenliste. Grammozis wollte das am Freitag nicht kommentieren.

Dem Bericht zufolge soll Becker schon Kontakt zu Grammozis gesucht haben, als er noch für Holstein Kiel einen Nachfolger für Markus Anfang suchte. Grammozis stand zu dieser Zeit beim VfL Bochum als Nachwuchstrainer unter Vertrag. Im Februar wurde der in Wuppertal geborene Grieche bei den Lilien Nachfolger von Dirk Schuster. Er verpasste der Mannschaft eine neue Spielidee und schaffte vorzeitig den Klassenerhalt. Sein Vertrag läuft bis 2020.

„Jeder weiß, dass ich mich in Darmstadt sehr wohlfühle“

„Grundsätzlich habe ich mir vorgenommen, solche Sachen niemals zu kommentieren“, sagte Grammozis. „Jeder weiß, dass ich mich hier in Darmstadt sehr wohlfühle und dass wir eine schöne Zeit mit dem Verein hatten“, sagte er. Jetzt gelte es, die Vorbereitung zu planen und sich auf das letzte Saisonspiel gegen Erzgebirge Aue am Sonntag zu konzentrieren.

Auf Nachfrage, ob denn der HSV Kontakt mit ihm aufgenommen habe, sagte er: „Da müssen sie bitte Rücksicht nehmen. Da möchte ich nichts kommentieren in der Richtung.“

„Der HSV ist ein Schwergewicht“

Grammozis kennt den Hamburger SV aus seiner Zeit als Spieler. 1998 wechselte er von Bayer Uerdingen an die Alster, wo er unter anderem mit Stürmerstar Anthony Yeboah und den heutigen Bundesliga-Trainer Niko Kovac (Bayern München) und Thomas Doll (Hannover 96) zusammenspielte. In zwei Jahren bestritt Grammozis 32 Bundesliga-Spiele für die Hanseaten, ehe er weiter zum 1. FC Kaiserslautern zog.

„Der HSV ist ein Schwergewicht, ein absoluter Top-Verein“, schwärmte Grammozis vor einigen Wochen. „Als ich damals in Hamburg war, wurde gerade das neue Volksparkstadion fertig. Man hatte das Gefühl, bei etwas Besonderem dabei zu sein“, erinnerte er sich. „Vor meinem Abschied hat sich der Club dann auch erstmals seit dem Triumph von 1983 wieder für die Champions League qualifiziert. Es war eine wahnsinnige Zeit.“

Als Lilien-Trainer hat Grammozis in Hamburg ebenfalls bleibenden Eindruck hinterlassen. Im März gewann seine Mannschaft nach 0:2-Rückstand noch sensationell mit 3:2 gegen die Hanseaten.

Bildquellen

  • FCI-D98-009: Arthur Schönbein

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