Die Pfiffe nach dem Spiel gegen Dynamo Dresden haben die Lilien-Spieler gehört. Aber davon dürfe sich die Mannschaft nicht verunsichern lassen, sagt Mannschaftskapitän Fabian Holland. Das 0:0 sei nach der Pleite gegen Osnabrück der erste Schritt gewesen. Gegen Sandhausen soll am Freitag der nächste Schritt folgen.

Fabian, mit etwas Abstand, wie siehst Du das Spiel gegen Dresden?

Fabian Holland: Es war wichtig, dass wir nach dem Spiel in Osnabrück hinten die Null gehalten haben. Wir wissen, dass es zwar ein Schritt nach vorne war, aber wir wissen auch, dass wir es noch besser machen müssen.

Wie sehr hat Euch das 0:4 in Osnabrück erschüttert?

Fabian Holland: Das kam schon sehr überraschend für alle. Da hat man ein paar Tage gebraucht, um das zu verdauen. Das hat schon weh getan. Deswegen waren wir darauf aus, die Kompaktheit wieder reinzubekommen.

Aber das Publikum war nicht zufrieden. Habt Ihr die Pfiffe nach dem Spiel mitbekommen?

Fabian Holland: Klar bekommt man das nach dem Spiel mit. Während des Spiels eher weniger. Aber wir wissen selber, dass wir in der Offensive nicht unser bestes Spiel gezeigt haben und wir besser spielen können. Aber wir wissen auch, dass die Pfiffe nicht von allen kommen. Das gibt es in jedem Verein mal. Das gehört dazu. Davon dürfen wir uns nicht verunsichern lassen.

SV Darmstadt 98 - Dynamo Dresden

Trainer Dimitrios Grammozis umarmt Marvin Mehlem nach Abpfiff der Partie gegen Dresden.

Dass Ihr es besser könnt, könnt Ihr ja am Freitag in Sandhausen zeigen …

Fabian Holland: Definitiv. Wir waren nicht zu 100 Prozent zufrieden mit dem Spiel gegen Dresden. Das war der erste Schritt. In Sandhausen müssen wir den nächsten Schritt machen. Da werden wir alles reinhauen – auch weil danach ja Länderspiel-Pause ist.

„Auf dem Platz kann man schon mal die Sau rauslassen“

Wie ist das für Dich als Kapitän? Da bist Du doch in solchen Situationen besonders gefragt, musst vielleicht eine andere Ansprache wählen als sonst?

Fabian Holland: Klar rede ich nach so einem Spiel etwas mehr. Aber allgemein reden wir viel. Und nach so einer Niederlage finden wir Worte, die etwas ernsthafter sind, die vielleicht auch nicht immer schön sind im ersten Moment. Aber man muss definitiv gucken, wie man es besser macht. Das gehört zu meinen Aufgaben. Aber das machen auch viele andere in der Mannschaft.

Du wirkst ja eher wie ein ruhiger Typ. Kannst Du auch richtig laut werden?

Fabian Holland: Hm, ich würde sagen, im direkten Gespräch bin ich schon eher der ruhigere Typ. Aber auf dem Platz kann man dann schon mal die Sau rauslassen.

Zwei heiße Spiel gegen Schuster

In Sandhausen habt Ihr zuletzt im Februar gespielt. Das war ein besonderes Spiel, das letzte unter Dirk Schuster …

Fabian Holland: Das war eine schwierige Phase. Aber wir wissen, dass wir auch da auf Unterstützung bauen können. Es ist immer krass, wie viele Fans nach Sandhausen mitkommen und das Spiel fast schon zu einem Heimspiel machen. Da bauen wir natürlich auch am Freitag drauf.

Dirk Schuster hat ja inzwischen wieder einen neuen Job bei Erzgebirge Aue. Gibt es da noch Kontakt?

Fabian Holland: Nee, nicht wirklich. Aber ich wünsche ihm natürlich alles Gute.

Dann werdet Ihr Euch voraussichtlich noch zweimal über den Weg laufen in dieser Saison …

Fabian Holland: Das werden sicher zwei heiße Spiele!

 

 

 

Bildquellen

  • SVD-SGD: Arthur Schönbein
  • SVD-SGD: Arthur Schönbein

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