Victor Pálsson ist müde, wärmt sich im zugigen Durchgang unter der Haupttribüne an einem Kaffee. „Heute ist nicht der beste Tag“, sagt der Isländer im Rückblick auf das Pokal-Aus gegen den Karlsruher SC am Vorabend. „Es ist nie gut, ein Spiel zu verlieren. Aber in drei Tagen geht es weiter.“ Dann spielen die Lilien bei der SpVgg Greuther Fürth (Samstag, 13 Uhr).

Die Gründe für die Pokal-Niederlage? „Dass wir kein Tor gemacht haben. Wenn Du Tore machst, gewinnst Du Spiele.“ Gefühlt sei die Partie ähnlich gelaufen wie gegen St. Pauli oder Aue, nur dass das Tor gefehlt habe.

„Wir haben eine sehr kompakte Defensivarbeit als Team gebracht. Das ist unsere Philosophie.“ Immerhin habe die Mannschaft eine der besten Defensiven der 2. Liga. An der Offensive arbeite man. „Ich habe die Überzeugung, dass wir mehr Tore machen. Ich weiß, dass wir die Qualität vorne haben. Es fehlt einfach der letzte Schritt.“

Defensivmann mit Vorwärtsdrang: „Nicht mein Job“

Zweimal startete Pálsson gegen den KSC selbst durch, schaltete sich mit Sololäufen in die Offensive ein. „Wenn Du das Gefühl hast, Du kannst was machen, probierst Du es auch.“ Mit ein bisschen Glück gelinge dann mal ein Tor. „Aber das ist nicht mein Job“, sagt der defensive Mittelfeldspieler.

Am Samstag gegen Fürth müsse die Mannschaft wieder defensiv gut organisiert sein. „Das ist das Wichtigste. Es ist sehr schwer, gegen uns zu spielen“, sagt er. „Und natürlich müssen wir besser in der Hälfte des Gegners sein.“

Victor Pálsson über Mathias Honsak: „So viel Speed und Technik“

Als Führungsspieler ist Pálsson auch Ratgeber und Aufbauhelfer – zum Beispiel für Mathias Honsak, der gegen Karlsruhe unglücklich agierte. „Alle wissen um die Qualität von Honsi. Er hatte Pech mit den Verletzungen. Aber er wird im Training und Spiel besser und besser.“ Der junge Österreicher könne der Mannschaft noch sehr helfen. „Er muss diesen Glauben haben. Er muss es immer wieder probieren“, sagt Pálsson über seinen Mannschaftskameraden.

In den letzten Spielen habe Honsak vielleicht etwas zu defensiv gedacht, sagt Pálsson. „Aber er hat so viel Speed und Technik. Er muss mehr nach vorne denken. Wenn das Selbstvertrauen kommt, gibt es nicht viele Spieler in der Liga, die ihn stoppen können.“

SV Darmstadt 98 - Karlsruher SC Pokalspiel

Kein Durchkommen – Mathias Honsak gegen den Karlsruher SC in Schieflage 

Bildquellen

  • svd-ksv-pokal-blog-2019-20-006: Arthur Schönbein
  • svd-ksv-pokal-blog-2019-20-003: Arthur Schönbein

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