Bis zu 4.000 Lilien-Fans werden zum Spiel beim SV Wehen Wiesbaden erwartet. Ganz gleich, ob man das als Derby oder Nachbarschaftsduell bezeichnet – die Lilien wollen die Partie gegen den Tabellen-17. als Heimspiel angehen, wie Trainer Dimitrios Grammozis am Freitag in der Pressekonferenz vor dem Spiel sagte.

Tickets

Es ist die kürzeste Auswärtsfahrt in der Saison. Der Verein hat für die Partie am Sonntag (13.30 Uhr) an Lilien-Fans 2.650 Karten verkauft. Tickets an der Tageskasse werde es in Wiesbaden nicht geben, sagte Vereinssprecher Jan Bergholz am Freitag. Man gehe davon aus, dass sich zahlreiche Anhänger Karten für den neutralen Bereich besorgt hätten und rechne deswegen mit bis zu 4.000 mitgereisten Anhängern. Neben der traditionellen Schiffsfahrt mit dem Liliendampfer (ausgebucht) wird es für die Lilien-Fans am Sonntag auch einen Entlastungszug nach Wiesbaden und zurück geben.

Verletzte

Die verletzten Spieler rücken laut Grammozis weiter an die Mannschaft heran. Felix Platte und Braydon Manu absolvierten immer mehr Trainingsteile mit der Mannschaft. Das werde weiter gesteigert. Fabian Schnellhardt sei auf sehr gutem Weg, um nächste Woche wieder viele Teile des Mannschaftstrainings zu absolvieren. Ognjen Ozegovic ist mit Leistenproblemen nach einem falschen Ausfallschritt im Training angeschlagen.

Derby oder nicht?

Vereinssprecher Bergholz sprach von einem „Nachbarschaftsduell“. Grammozis verwies darauf, dass das Faninteresse an der ersten Begegnung beider Teams im Profibereich sehr groß sei. Das zeige den Reiz der Partie. Von daher können man schon von „einem hessischen Derby“ sprechen. „Das wollen wir wie ein Heimspiel angehen“, sagte er mit Blick auf die bis zu 4000 erwarteten Lilien-Fans in Wiesbaden.

Wehens Stärken

Manuel Schäffler (11 Saisontore) sei „ein sehr dominanter Spieler, der der Mannschaft mit seinen Toren sehr wichtige Punkte gebracht hat“. Er habe zudem eine hohe Präsenz, könnte den Ball halten, so dass andere Spieler nachrücken können wie Daniel-Kofi Kyereh. Auch defensiv sei der Gegner eine große Herausforderung, weil er kompakt stehe und sehr aggressiv zur Sache gehe. Von den vergangenen acht Spielen habe Wehen Wiesbaden nur zwei verloren. „Wir wissen, dass wir eine Mannschaft vor der Brust haben, die uns alles abverlangt“, warnte Grammozis.

Ein Blick auf die Tabelle

„Wir wissen, dass das ein Spiel ist, das uns ein wenig Luft geben kann, wenn wir das gewinnen“, sagte der Lilien-Coach. Er betonte zudem, wie eng die Tabelle sei. Mit zwei Siegen spiele man oben mit, mit ein oder zwei Niederlagen gerate man in Abstiegsgefahr. „Wir müssen versuchen, Ruhe zu bewahren und unsere Aufgabe erledigen. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie sehr stabil ist“, sagte er. Auch gegen Bielefeld habe man eine gute Leistung gezeigt, auch wenn das Spiel verloren gegangen sei. Die Fans hätten das honoriert.

Individuelle Fehler abstellen

Gespräche, Videostudium und Training – damit will Grammozis die große Zahl der individuellen Fehler reduzieren. Das Problem sei, dass sich die Mannschaft mit diesen Fehlern um den Lohn für ihre oft guten Leistungen bringe. Die Ergebnisse würden dann nicht widerspiegeln, „was wir auf dem Platz gezeigt haben“. Grammozis nahm seine Mannschaft aber auch in die Pflicht: „Wir müssen die letzten ein bis zwei Prozent herauskitzeln, damit wir solche Fehler vermeiden.“

Bildquellen

  • SVD-DSC-blog-2019-20-013: Arthur Schönbein

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