Marcel Schuhen war sichtlich aufgedreht nach dem 1:0 über seinen Ex-Verein SV Sandhausen. Sein Resümee in Stichworten: Total überlegen, fußballerisch sehr gut in der ersten Halbzeit, dann die verdiente Führung durch einen Standard, dann die Gelb-Rote-Karte, durch die sich das Spiel geändert habe, ein Spiel, in dem man alles dabei gehabt habe, am Ende auch die kämpferische Komponente – und wieder mal zu Null gespielt.

Grammozis: „Ein richtiger Mann“

In der 85. Minute verhinderte der 27 Jahre alte Keeper mit einer halsbrecherischen Parade ein Gegentor. „Manchmal gibt es solche Situationen, in denen es schon auch mal passieren kann, dass es weh tut und rappelt“, sagte er grinsend. „Aber dafür bin ich ja da.“ Nach einer Hereingabe der Sandhäuser wurde der Ball länger und länger, sprang nochmals im Strafraum auf. „Es waren zwei Sandhäuser vor mir. Da habe ich mir überlegt: Den muss ich holen. Und es hat ganz gut funktioniert.“

Marcel Schuhen, SV Darmstadt 98 - SV Sandhausen

Marcel Schuhen, hier im Glück gegen den SV Sandhausen

Trainer Dimitrios Grammozis zeigte sich beeindruckt von dem Mut seines Keepers. „Das spricht für den Schuhi. Er ist ein richtiger Mann und ist sich nicht zu schade, auch wenn es weh tun könnte.“ Schuhen belohne sich für seine harte Arbeit. Nach der Kritik in der Vorrunde strahle Schuhen nun eine große Stabilität für die Mannschaft aus.

Tabellensituation „sehr tricky“

Mit Blick auf die Tabelle sei es das Ziel gewesen, an Sandhausen vorbeizuziehen. Das sei gelungen. Ansonsten solle die Mannschaft auf sich schauen. „Tut mir leid, wenn ich mich da wiederhole, aber das kann man wie aus der Schablone nehmen: Es geht darum, dass wir weiter guten Fußball spielen und uns weiter entwickeln.“ Die Tabellensituation sei nach wie vor „sehr tricky“. Wenn man mal wieder zwei Spiele verliere, werde es wieder eng.

Ein ganz dickes Lob gab es von Schuhen für Patric Pfeiffer, der nach der Verletzung von Yannick Stark eingewechselt wurde, um die Defensive zu stabilisieren. „Das ist ein sehr gutes Zeichen für die Mannschaft, dass jeder, der reinkommt, auch funktioniert.“ Besonders hart sei das Spiel aus seiner Sicht aber nicht gewesen, auch wenn Stark mit blutender Nase vom Platz geführt wurde. „Das ist halt Fußball, das kann auch schon mal weh tun.“

Yannick Stark, SV Darmstadt 98 - SV Sandhausen

„Das kann auch schon mal weh tun“ – Yannick Stark muss gegen Sandhausen verletzt raus.

Bildquellen

  • SVD-SVS-2019-20-blog-004a: Arthur Schönbein
  • SVD-SVS-2019-20-blog-022: Arthur Schönbein
  • SVD-SVS-2019-20-blog-036: Arthur Schönbein

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