Im Herbst gehörte Tobias Kempe zeitweise nicht mal mehr zum Kader der Lilien. Doch jetzt steht eine Vertragsverlängerung mit dem 30 Jahre alten Standardspezialisten womöglich kurz bevor. „Ich bin gerne hier, würde gerne hier bleiben“, sagte Kempe nach dem 2:1 beim 1. FC Nürnberg vor Journalisten. „Wir sind in Gesprächen, und ich denke, dass da auch bald etwas für Euch kommt.“

Und allen Spekulationen über mögliche Verwerfungen zum Trotz machte Kempe auch klar, dass er gerne mit Trainer Dimitrios Grammozis weiter zusammenarbeiten würde. Es sei zwar nicht seine Aufgabe, den Stand der Vertragsverhandlungen beim Trainer zu beurteilen. „Aber es wäre natürlich schön, wenn da auch in den nächsten Wochen eine Einigung kommt und wir Spieler auch Gewissheit haben, dass Dimi unserer Trainer bleibt“, sagte er und fügte grinsend an: „Aber ich glaube, der Verein hat das ganz gut unter Kontrolle.“

Einigung mit Serdar Dursun

Zuvor hatte Kempe erneut seinen großen Wert für die Mannschaft demonstriert. Gegen seinen Ex-Mitspieler Christian Mathenia verwandelte er in der 55. Minute einen Foulelfmeter. „Es sind ein paar Minuten vergangen, bis der Schiedsrichter angepfiffen hat. Aber ich war konzentriert und bin froh, dass ich den Ball reingeschossen habe“, schilderte Kempe die Zeit vor der Ausführung. Den Ball jagte er schließlich ziemlich mittig ins Tor.

Tobias Kempe, 1.FC Nürnberg - SV Darmstadt 98

„Glücklich, dass er abgesprungen ist“ – Tobias Kempe bei seinem Elfmetertor gegen Nürnberg

Mathenia, der mit Kempe 2015 in die Bundesliga in die Bundesliga aufgestiegen war und ein Jahr später die Klasse gehalten hatte, habe beim Strafstoß wohl auf die linke Ecke spekuliert. „Das dachte ich mir, weil das meine Ecke ist. Von daher bin ich glücklich, dass er abgesprungen ist.“

Ob es klar war, dass er und nicht Serdar Dursun den Elfmeter schießt? „Ich glaube, da haben wir uns mittlerweile geeinigt“, sagte Kempe grinsend. „Er hat ja auch den Elfmeter rausgeholt und sofort gesagt: Schieß Du ihn.“ Hintergrund: Den letzten Elfmeter hatte Dursun im November gegen Jahn Regensburg verschossen und sich damit den lautstarken Unmut einiger Fans zugezogen.

Freude über den „dreckigen Sieg“

Der Elfmeter und vor allem die Rote Karte für den Nürnberger Asger Sörensen sorgten für die Wende im Spiel. „Ich glaube, er hat ihn runtergerissen. Ob man die Rote Karte geben muss, weiß ich nicht“ sagte Kempe. „Das ist halt eine Doppelbestrafung. Gut für uns, aber hätte man nicht unbedingt geben müssen.“

Auch in Überzahl taten sich die Lilien schwer gegen Nürnberg. Insgesamt sei es ein „dreckiger Sieg“ gewesen“, sagte Kempe. „Das war nicht unser bestes Spiel heute. Gerade in der ersten Halbzeit war Nürnberg klar das bessere Team.“ Dass dann Dario Dumic kurz vor Schluss noch der Siegtreffer gelang, sei natürlich „geil“ gewesen.

 

 

 

Bildquellen

  • FCN-SVD-2019-20-blog-020: Arthur Schönbein
  • FCN-SVD-2019-20-blog-037: Arthur Schönbein

Leave a Reply

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.