Am Samstag gegen St. Pauli, am Dienstag in Aue und drei Tage später kommt Greuther Fürth – den SV Darmstadt 98 erwartet ein straffes Programm. Eigentlich vertraut Trainer Dimitrios Grammozis gerne auf ein eingespieltes Team. Doch nun erwägt der Lilien-Coach sogar, auf einigen Positionen zu rotieren. Denn drei Partien in sechs Tagen sei schon „ziemlich knackig“.

„Wir haben jetzt die Möglichkeiten, jetzt fünf Mal zu wechseln“, sagte Grammozis am Donnerstag. „Und wir werden schauen, inwieweit eine Rotation möglich ist, bei der wir einem Spieler eine Pause geben, damit er im nächsten Spiel wieder fitter ist.“

Fabian Holland, SV Darmstadt 98 - VfL Bochum

Warten auf Nachwuchs, Einsatz fraglich – Fabian Holland (rechts), SV Darmstadt 98

Im ersten Geisterspiel am Böllenfalltor (Samstag, 13 Uhr) gegen den FC St. Pauli ist der Einsatz von Matthias Bader fraglich. Der Rechtsverteidiger hatte bereits gegen den Karlsruher SC wegen muskulärer Probleme passen müssen und konnte bislang nur eingeschränkt trainieren. Auch der Einsatz von Fabian Holland, dessen Frau stündlich Nachwuchs erwartet, ist nicht sicher.

Ohnehin fehlen werden die Langzeitverletzten Mathias Wittek und Fabian Höhn. Beide machten jedoch gute Fortschritte in der Reha. Höhn könnte bei gutem Verlauf womöglich noch diese Saison wieder ins Geschehen eingreifen.

Eine Option für die Offensive des SV Darmstadt 98

Sicher wieder einsatzfähig ist Braydon Manu, der gegen Karlsruhe wegen Adduktorenproblemen gefehlt hatte. Der Offensivspieler, der vor der Saison vom Halleschen FC gekommen war, ist bislang noch ohne Einsatz. Die Hinrunde verpasste er komplett wegen einer in der Vorbereitung erlittenen Verletzung.

Aber auch danach wurde der Spieler immer wieder von kleineren Blessuren zurückgeworfen. „Er konnte nie so richtig einen Rhythmus aufbauen“, sagte Grammozis. Zudem sei es dann für ihn schwer gewesen, in den Kader zu kommen, als es für die Mannschaft so gut lief. Nun sei Manu in jedem Fall „eine Option mehr für die Offensive“, sagte Grammozis.

Mit Blick auf das Spiel gegen Karlsruhe sprach Grammozis von einer guten Reaktion seiner Mannschaft. „Die Spieler waren sehr selbstkritisch und haben eingesehen, dass es auf diese Art sehr schwierig ist, in der Liga Punkte zu holen“, sagte er.

„Wir sind hier nicht in einem Bereich, wo wir das abliefern, was die Leute gerne sehen würden“

Dass Mittelfeldspieler Victor Pálsson unter der Woche den Auftritt in Karlsruhe scharf kritisiert und als „nicht akzeptabel“ bezeichnet hatte, wertete Grammozis grundsätzlich als ein gutes Zeichen. Zugleich warnte er jedoch vor überhöhten Erwartungen. „Wir sind hier nicht in einem Bereich, wo wir das abliefern, was die Leute gerne sehen würden. Es geht um Punkte, um wichtige Punkte.“

Im Training unter der Woche habe seine Mannschaft jene Energie gezeigt, die sie in Karlsruhe habe vermissen lassen. Aber auch im Spiel müssten sich die Spieler „noch mehr pushen, sich unterstützen, auch mal verbal anmachen – im Positiven wie im Negativen“.

Um sich auf die Geisterspiel-Atmosphäre vorzubereiten, sollte die Mannschaft am Donnerstag nochmals im Stadion trainieren. „Unsere Fans sind für uns natürlich schon ein Energiespender“, sagte Grammozis. „Aber trotzdem müssen wir es annehmen, wie es ist. Wir freuen uns auf das Spiel und haben Bock, uns gegen einen guten Gegner zu messen.“

Bildquellen

  • SVD-BOC-blog-2019-20-007: Arthur Schönbein
  • D98-RWD-Test-2019-20-005: Arthur Schönbein

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