Felix Platte ist fit – und das ist durchaus bemerkenswert, wenn man sich die umfangreiche Verletzungshistorie des Angreifers in Diensten des SV Darmstadt 98 ansieht. Nur mit dem Toreschießen hapert es im Moment. Im Kalenderjahr 2020 traf er einmal – im zweiten Spiel nach seiner Rückkehr beim 2:2 gegen den VfL Osnabrück Anfang Februar. Seitdem herrscht bei ihm Flaute.

Verrückt macht er sich deswegen nicht: „Das haben manche Stürmer eben mal, dass sie nicht so viele Tore schießen.“ Er arbeite hart an seinem Abschluss. „Im Training mache ich ja auch ein paar Tore. Das werde ich in den kommenden Spielen auch wieder probieren.“

Felix Platte, SV Darmstadt 98 - VfL Osnabrück

Lang ist es her – Felix Platte als Torschütze Anfang Februar im Spiel gegen Osnabrück

In gewisser Weise ist Platte damit auch ein Sinnbild für das Problem der Lilien in dieser Saison. Das neue System von Trainer Markus Anfang mit viel Ballbesitz und der aktiven Spielweise mache der Mannschaft Spaß. „Das einzige, was noch besser werden muss, ist die Torausbeute. Wir hatten genug Chancen in den Spielen“, sagt er und fügt an: „Wenn wir da auch noch die Tore machen, wird das eine gute Saison werden.“

Er selbst wünscht sich derzeit mehr Spielzeiten. In drei Partien einschließlich DFB-Pokal kam er bislang nur als Joker zum Einsatz, gegen Regensburg saß er komplett auf der Bank. „Aber das liegt auch an einem selbst. Ich werde weiter Gas geben und hoffe, dass ich dann auch mal von Anfang an spielen kann.“

Felix Platte lobt Konkurrenzkampf

Derzeit kommt Platte einfach an Serdar Dursun nicht vorbei, der in der vergangenen Saison 16 Liga-Tore erzielte. Dass er von einem Wechsel Dursuns, über den eifrig spekuliert worden war, profitiert hätte, sei für ihn kein Thema – im Gegenteil: „Wir sind alle froh, dass Serdar noch hier ist. Er ist ein wichtiger Spieler für uns. Konkurrenzkampf tut uns beiden gut. Serdar wird besser. Ich werde besser“, sagt er. Das Verhältnis zu seinem Konkurrenten bezeichnet er als sehr gut. „Serdar ist ein super Typ. Wir besprechen uns oft auf dem Platz, was wir besser machen können.“

Dass es am vergangenen Sonntag für Platte nun zunächst nicht zu einem Wiedersehen mit Osnabrück kam, habe man gut kompensiert. „“Wir haben untereinander elf gegen elf gespielt – sogar länger als in einem normalen Spiel. Da war ordentlich Dampf drin. Deswegen haben wir die Fitness für die nächsten Spiele.“

Am Samstag (13 Uhr) geht es nun gegen den FC St. Pauli. Ob dann wegen Corona Fans ans Böllenfalltor dürfen, stand am Dienstag noch nicht fest. „Wir würden uns natürlich freuen, wenn die Zuschauer wieder ins Stadion kommen dürfen“, sagt Felix Platte. „Aber wir werden uns genauso reinhängen, wenn keine Fans da sind.“

Bildquellen

  • SVD-OSN-2019-20-blog-025a: Arthur Schönbein
  • SVS-SVD-2020-21-blog-0028: Arthur Schönbein

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