Zur Interview-Runde kommt Tim Skarke etwas später. Erst musste er noch den obligatorischen Corona-Test absolvieren. „Wenn man in die Welt sieht, kann man nur dankbar sein, dass wir so ein Konzept haben und Woche für Woche spielen dürfen“, sagt der Flügelspieler des SV Darmstadt 98. Seine Freunde, die in unteren Klassen spielten, müssten dagegen wegen der verschärften Corona-Maßnahmen pausieren. „Ich hoffe, dass sie so bald wie möglich wieder spielen können“, sagt er.

Zwei Tage frei hatte die Mannschaft nach dem Karlsruhe-Spiel. Am Mittwoch wurde zunächst die Partie analysiert. „Wir haben den Kampf und die Leidenschaft, die man in jedem Spiel der zweiten Liga braucht, in der ersten Halbzeit vermissen lassen“, sagte Skarke.“ Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen, haben die Bälle zu schnell verloren und hatten keine Ruhe mehr im Spiel.“

Im zweiten Durchgang sei das deutlich besser geworden, auch weil sich die Mannschaft auf ihre Stärken besonnen habe. Dass es wie schon in Nürnberg erst auf den letzten Drücker zum Erfolg reichte, sieht der frühere U21-Nationalspieler gelassen – auch wenn er einräumt: „Man wünscht sich solche Achterbahnfahrten natürlich nicht. Aber wir können auch von unseren Qualitäten überzeugt sein.“

Tim Skarke freut sich auf ein Wiedersehen mit Marcel Heller

Nachdem in den ersten Spielen vor allem die dürftige Chancenauswertung beklagt worden war, waren es nach dem KSC-Spiel die vielen Gegentore. „Ich glaube, auf die Mischung kommt es an“, sagt Skarke. „Wir müssen das als Mannschaft besser lösen, uns gegenseitig pushen. Wir müssen noch besser als Team funktionieren. Aber wir stehen noch am Anfang der Saison und ich glaube auch, das bekommen wir sehr schnell hin.“ Sein Wunsch: „Wir müssen als Team besser verteidigen und auch besser nach vorne agieren und ein Spiel mal zu 100 Prozent überzeugen.“

Nun liege der volle Fokus auf dem Heimspiel gegen Paderborn (Sonntag, 13.30 Uhr). Dabei freut sich Skarke sehr auf ein Wiedersehen mit Marcel Heller, seinem ehemaligen Darmstädter Kollegen und Konkurrenten auf der Außenbahn. „Ich habe mich mit ihm sehr gut verstanden. Er ist ein starker Typ und ein Profi durch und durch“, sagt der 24-Jährige. „Bei der Schnelligkeit sind wir ungefähr auf einem Niveau – hoffe ich zumindest. Aber von Helle kann man sich viel abschauen, wie er in jedes Spiel geht, wie er fokussiert ist und was er auch alles schon erreicht hat“, sagt Skarke.

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Bildquellen

  • SVD-FCSP-blog-2020-21-006: Arthur Schönbein

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