Mit der höchsten Heimniederlage seit knapp vier Jahren verabschiedet sich der SV Darmstadt 98 in die Länderspiel-Pause. Trainer Markus Anfang findet nach dem 0:4 gegen SC Paderborn klare Worte. „Wir waren einfach schlecht, so richtig schlecht“, sagte der 46 Jahre alte Coach. „Das war das schlechteste Spiel, das ich als Zweitliga-Trainer bisher betreut habe.“

Hauptgrund dafür war einmal mehr die schwache Abwehrleistung. 15 Gegentore haben die Lilien diese Saison bereits in der Liga kassiert, nur Schlusslicht Würzburger Kickers fing noch mehr Treffer. Auch im Vergleich mit den Lilien-Trainern der vergangenen Jahre, die oft für eine solide Defensive standen, ist die Gegentor-Quote unter Anfang erschreckend hoch – ein Problem, das der Coach bereits mehrfach thematisiert hat.

Gegen Paderborn schafften es die Darmstädter Abwehrspieler nicht, die früh angreifenden Stürmer des Gegners zu überspielen und in die freien Räume dahinter zu gelangen. Keine Sicherheit am Ball, viele Fehler und Ballverluste machten den Gegner stark. „Wir haben uns heute selbst geschlagen“, konstatierte Anfang.

Höchste Heimniederlage des SV Darmstadt 98 seit dem 1:6 gegen Köln

Das Fehlen des positiv auf Corona getesteten Kapitäns und etatmäßigen Linksverteidigers Fabian Holland wollte der Trainer dafür nicht als Grund akzeptieren. Natürlich sei das für die Spielvorbereitung nicht perfekt gewesen. „Aber daran hat es mich Sicherheit heute nicht gelegen“, sagte Anfang. Holland befindet sich laut Verein in Quarantäne, zeigt leichte Erkältungssymptome. Die anderen Spieler im Kader wurden demnach negativ getestet.

Insgesamt hatte die gesamte Abwehr einen rabenschwarzen Tag. Lukas Mai sah beim 0:1 im Kopfball-Duell schlecht aus, Nicolai Rapp spielte erneut wackelig und sah zudem Gelb-Rot. Patrick Herrmann agierte viel zu zögerlich im Zweikampf. Und Adrian Stanilewicz verursachte in seinem zweiten Spiel für die Lilien den zweiten Elfmeter, hatte dabei noch Glück, dass er nicht auch noch Gelb-Rot sah.

0:4 hatten die Lilien zuletzt vergangene Saison beim VfL Osnabrück verloren. Zuhause ist das 0:4 die höchste Niederlage seit dem 1:6 gegen den 1. FC Köln Anfang 2017 in der Bundesliga-Abstiegssaison 2016/17.

Bildquellen

  • SVD-SGD-Tornetz: Arthur Schönbein

Leave a Reply

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.