Zwei Einsätze hat Adrian Stanilewicz bislang für den SV Darmstadt 98 bislang bestritten. Beide Male verursachte er unglücklich einen Elfmeter. Trotzdem blickt der 20 Jahre alte Defensivallrounder positiv nach vorn. Sein großes Ziel: ein Stammplatz bei den Lilien, wie er im Mediengespräch am Montag sagte.

Adrian, wie geht es Dir nach den vier Tagen Kurzurlaub?

Adrian Stanilewicz: Die vier Tage taten sehr gut. Ich war bei meiner Familie in Solingen und habe entspannt. Gestern sind wir zurückgekommen, haben einen Corona-Test gemacht. Die Ergebnisse sind erst jetzt gekommen. Alle negativ. Gleich fahren wir zum Stadion und manchen eine kleine Krafteinheit.

Ist das nicht ein komisches Gefühl, dass Ihr wegen des engen Terminplans ohne Winterpause jetzt quasi bis März keinen Urlaub mehr habt – nicht mal richtig über Weihnachten?

Adrian Stanilewicz: Das ist natürlich anders gewohnt. Aber da müssen wir in dieser Zeit alle durch. Natürlich schade, dass wir in der Weihnachtszeit länger mit der Familie verbringen können. Aber das ist eben unser Job.

Als Du im Sommer nach Darmstadt gekommen bist, hast Du gesagt, Du möchtest so viel Spielpraxis wie möglich sammeln. Bist Du damit zufrieden?

Adrian Stanilewicz: Natürlich wusste ich, dass ich mich hier erstmal an alles gewöhnen muss, auch an die erste eigene Wohnung und die Stadt. Das hat etwas gedauert. Aber ich kann recht zufrieden sein. Ich habe in den Testspielen spielen dürfen, zuletzt auch in der Liga von Anfang an. Durch die ganzen Englischen Wochen wird hoffentlich auch noch mehr Spielzeit zusammenkommen.

In der Liga hast Du bis jetzt zweimal gespielt, ein bisschen unglücklich, denn sowohl gegen St. Pauli als auch gegen Paderborn hast Du einen Elfmeter verursacht. Wie sieht da Deine Bilanz aus?

Adrian Stanilewicz: Der Elfmeter gegen St. Pauli war sehr unglücklich. Und bei der Situation gegen Paderborn muss ich wohl irgendwie meine Arme abschneiden. Aber das Leben geht weiter. Ich habe viel mit meiner Familie darüber gesprochen. Natürlich hätte ich mir das anders gewünscht. Aber das war jetzt so. Es kann also nur bergauf gehen.

Der große Unterschied

Du kennst Markus Anfang ja schon als U17-Trainer bei Leverkusen. Hat er Dir gesagt, wie er hier mit Dir hier weiter plant?

Adrian Stanilewicz: Der Trainer hat gesagt, dass er mich nicht nur fürs Training geholt hat, sondern dass ich auch auf meine Spiele hier kommen und irgendwann Stammspieler werden soll. Das ist natürlich mein Ziel.

Ist es denn für Dich auch einfacher, dass Du das relativ anspruchsvolle System von Anfang schon aus der Jugend kennst?

Adrian Stanilewicz: Natürlich kannte ich das Spielprinzip schon. Aber es ist natürlich ein großer Unterschied zwischen Jugend und Herren. Das sind halt richtige Männer, da ist alles anders, egal ob körperlich oder spielerisch.

In Darmstadt hat man lange vor allem hoch und weit nach vorne gespielt. Anfang bevorzugt dagegen meist den gepflegten Kurzpass auch hinten. Liegt Dir denn das Spiel mit vielen kurzen Pässen?

Adrian Stanilewicz: Ich würde schon sagen, dass ich gerne den Ball passe und die Kugel laufen lasse. Aber das ist natürlich nicht immer möglich. Und dann dürfen wir auch nicht abgeneigt sein, mal den langen Ball zu spielen.

Was ist denn aus Deiner Sicht dann beim 0:4 gegen Paderborn schief gegangen?

Adrian Stanilewicz: Da haben wir genau den Fehler gemacht und viel zu viel klein-klein gespielt und nicht gesehen, dass die Paderborner vor allem an der Mittellinie standen. Wenn wir den Ball über die erste Kette gespielt hätten, wären wir quasi durch gewesen. Das wäre die einfachste Lösung gewesen. Aber das haben wir leider nicht gemacht.

Wo Adrian Stanilewicz noch Aufholbedarf sieht

Wo siehst Du bei Dir als jungem Spieler noch den größten Aufholbedarf?

Adrian Stanilewicz: Körperlich auf jeden Fall. Ich bin ja auch nicht der Größte. Auch im Kopfballspiel. Und natürlich muss ich mich noch mehr an den Herrenfußball gewöhnen. Alles noch viel schneller machen, den Ball schneller laufen lassen.

Und wie hast Du Dich in Darmstadt nach den ersten Monaten eingelebt?

Adrian Stanilewicz: Ich habe mich daran gewöhnt, hier allein zu wohnen. Darmstadt ist eine recht schöne Stadt. Leider kann man im Moment nicht viel unternehmen und ist viel zu Hause.

Das ist sicher nicht so einfach. Fremd in einer neuen Stadt und dann noch so eingeschränkt, was Unternehmungen angeht. Fällt Dir da nicht manchmal die Decke auf den Kopf?

Adrian Stanilewicz: Ja, das kann man so sagen. Wenn man nach Hause kommt und niemand da ist, dann ist das schon komisch. Aber ich telefoniere viel mit meiner Familie und meinen Freunden. Das passt schon.

Bildquellen

  • Ber veröffentlichung ist das Bild mit“Foto: Arthur Schönbein“ zu Zeichnen.: Arthur Schönbein

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