Die Partie des SV Darmstadt 98 gegen die Würzburger Kickers findet aller Voraussicht nach statt. Doch offiziell war das 24 Stunden vor Anpfiff noch nicht.

Würzburg postete am Freitagvormittag auf verschiedenen Kanälen lediglich, dass die Corona-Tests des aktuell zur Verfügung stehenden Kaders ausschließlich negative Ergebnisse ergeben hätten. Welche Konsequenzen das hat, also ob die Mannschaft damit am Samstag in Darmstadt antritt, sagte der Verein nicht, sondern überlies dies der Interpretation der Leser. Am Mittwoch noch hatte er eigenmächtig die Partie gegen Darmstadt abgesagt („kann nicht stattfinden“), obwohl eine Spielabsage nur von der DFL erfolgen kann.

Auf der Pressekonferenz der Würzburger am Vormittag erklärte Coach Bernhard Trares laut Bayerischem Rundfunk, er habe gerade „elfeinhalb Spieler“ zur Verfügung. Sicherheitshalber wolle er seinen Ersatztorhütern Trikots besorgen, falls er auswechseln muss. „Auch das ist ein Plan“, sagte Trares, der Kritik an der Liga äußerte: „Das ist kein Sport, das ist Politik.“ Obwohl sich die Kickers nicht konkurrenzfähig fühlten, träten sie mit einer Rumpftruppe die Reise zum SV Darmstadt 98 an. Und obwohl der frühere Lilien-Spieler Trares „sachlich“ bleiben wollte, konnte er über das Vorgehen nur den Kopf schütteln: So etwas habe er in seiner Karriere noch nicht erlebt.

Beim SV Darmstadt 98 geht man auch davon aus, dass die Partie stattfindet. Am Mittag lud man zur üblichen Pressekonferenz vor dem Spiel am Nachmittag ein. Offiziell bestätigen konnten die Lilien aber nicht, dass die Partie stattfindet. In die Zuständigkeit der DFL fällt lediglich, über Absagen zu entscheiden. Der Ball lag also allein bei Würzburg. Und da fand sich (womöglich auch coronabedingt?) zunächst niemand, der ihn spielen wollte.

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  • football-2292827_1920: Quelle Pixabay

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