Drei Tage hatte die Mannschaft des SV Darmstadt 98 frei, danach ging es wieder ziemlich zur Sache. Matthias Bader erlitt einen Bluterguss in der Wade und fehlt, Patrick Herrmann bekam einen Schlag ab und war am Freitag deswegen zur Behandlung beim Arzt, Silas Zehnder knickte um (Diagnose offen), und auch Felix Platte war zeitweise angeschlagen, kann inzwischen aber wieder trainieren.

„Wir haben gestern eine Turnierform gemacht. Da hat es ein bisschen gekracht“, sagt Trainer Markus Anfang am Freitag. „Aber das brauchen wir auch. Wir müssen ja Zweikämpfe führen. Da passiert das eben mal.“

Patrick Herrmann, SV Darmstadt 98 - 1. FC Nürnberg

Einsatz gegen Osnabrück fraglich – Patrick Herrmann

Kehrt der SV Darmstadt 98 zur Dreierkette zurück?

Sollte Herrmann für die Partie gegen den VfL Osnabrück (Sonntag 13.30 Uhr) ausfallen, würden dem SV Darmstadt 98 beide etatmäßige Rechtsverteidiger fehlen. „Es gibt da mehrere Gedankenspiele“, sagte Anfang. Zum einen könnte man zurück zur Dreierkette in der Abwehr gehen. Dann wären Tim Skarke oder Christian Clemens Kandidaten für die rechte Seite.

Allerdings hatte sich die Mannschaft mit der Rückkehr zur Viererkette zuletzt defensiv wieder etwas stabilisiert und weniger Chancen zugelassen – wobei die rechte Abwehrseite immer wieder Schwachpunkt blieb. Zuletzt fiel gegen Nürnberg über diese Seite das 0:1.

Bei der Viererkette könnte Anfang Nicolai Rapp oder Victor Palsson auf rechts ziehen. „Das Problem ist, dass wir diese Spieler dann auf den anderen Positionen verlieren und unter Umständen nicht nachlegen können.“ Man habe verschiedene Varianten trainiert und werde sich dann in Absprache mit der Mannschaft entscheiden, sagte der Coach.

Wittek trainiert wieder voll mit

Wieder voll im Training ist Tobias Kempe, der sich im Pokal gegen Kiel eine Wadenzerrung zugezogen hatte. Hier wartet Anfang allerdings noch die Rückmeldung der Physiotherapeuten ab. Und noch eine positive Nachricht gibt es aus der Mannschaft: Mathias Wittek trainiert nach seiner schweren Knieverletzung (Kreuz- und Außenbandriss) im November 2019 seit dieser Woche wieder voll mit. „Jetzt müssen wir gucken, wie das Knie unter normalem Mannschaftstraining reagiert. Er war ja lange raus“, sagte Anfang. „Aber er ist eine Persönlichkeit auf dem Trainingsplatz, bringt auch Lautstärke mit, was sehr positiv ist.“

Bildquellen

  • SVD-FCN-2020-21-blog-009: Arthur Schönbein
  • svd-h96-2020-21-blog-007: Arthur Schönbein

5 Comments

  • Michael Rossa sagt:

    Gude,
    toll das Wittek zurück kommt!
    Für den Großkotz Rapp, werds endlich langsam ZeitSpielmäßig umzudenken unn sich anzupassen?
    Als Jahrhunderttrottel mit Gold ausgezeichnet!
    Herrmann für mich aufgrund seiner fehlenden Grundschnelligkeit & Zweikampf schwäche, eichentlich gar net mer debei,Sry!
    Victor kommt zurück und wird Kempe,Holland ne große Hilfe sein!
    Sollte Campo nur eh weng en Zehner sein, die bisher unbesetzte Schlüsselposition, nur eh weng was in dieser kurzen Zeit bewirken können,
    gewinne mer geche Osna 2:1!Allez le blue!

    • Stephan Köhnlein sagt:

      Gude Michael,
      ich weiß nicht, wie Du auf die Idee kommst, dass Rapp ein „Großkotz“ ist. Ich habe ihn als sehr freundlichen, verbindlichen und reflektierten Gesprächspartner kennengelernt. Klar, in dieser Saison hat er ein paar Böcke im Spiel gehabt, die man natürlich thematisieren muss. Aber sorry, deswegen ist er noch lange kein „Großkotz“.
      Ansonsten bin ich ganz Deiner Meinung: Allez les bleus!

  • Chino Bagni sagt:

    Hat mich gegen Nürnberg schon sehr gewundert, dass Herrmann wieder aufgestellt wurde, nachdem Bader eine wirklich gute Leistung gegen Nürnberg geboten hatte. Außerdem habe ich Bader sehr stark, noch aus der letzten Rückrunde in Erinnerung, vor allem im letzten Spiel gegen Stuttgart. Allerdings fällt mir bei Bader auf, dass er wie es scheint vermehrt muskuläre Probleme oder Verletzungen hat. Vielleicht sollte da einmal durch die Pysiotherapie und den Fitnesstrainern (spezielles Krafttraining) mehr geschaut werden. Es ist mir klar, dass Außenverteidiger im Anfangsystem immer irgendwie Deppenhaft aussehen. Weil sie durch das Einrücken bei Ballbesitz und erfolgreichen Gegenpressing der Gegner immer nur hinterherhecheln können. Aber leider scheint Anfang immer noch von seiner Spielweise, trotz andauerndem Misserfolg, überzeugt zu sein. Wie in der Pressekonferenz zu hören war sind die Spieler in der Pflicht.

    • Stephan Köhnlein sagt:

      Bader gehört die Zukunft. Aber diese Saison kommt er wegen verschiedener Verletzungen leider einfach nicht auf die Beine. Da kann man sicher auch präventiv etwas machen. Aber die letzten beiden Verletzungen hat er sich durch Einwirkungen von Gegnern zugezogen (Pferdekuss gegen Hannover, Schlag auf die Wade im Trainingsspiel). Das Einrücken bei Ballbesitz hat Bader selbst mal gut hier erklärt: Dadurch entstehen mehr Passmöglichkeiten. Ansonsten hoffen wir das Beste für das Spiel gegen Osnabrück.

      • Chino Bagnio sagt:

        Ich glaube kaum, dass irgend ein Spieler im Profibereich irgend eine Kritik gegen Trainer oder Verein äußern würde. Öffentlich schon gar nicht. Als Anfang in Köln allerdings weg war, haben schon der eine oder andere der älteren Profis nachgetreten.

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