Lilienblog-Autor Frank Horneff über den Klassenerhalt und den Anspruch des SV Darmstadt 98.

Der SV 98 kann für eine weitere Saison in der Zweiten Fußball-Bundesliga planen. Das dürfte mit 39 Punkten nach dem 3:1-Sieg beim wahrscheinlichen Absteiger Würzburger Kickers seit Dienstagabend klar sein. Jetzt ist die sportliche Leitung der Lilien gefragt: Der Schalker Pleitegeier soll schon über dem Böllenfalltor kreisen und seine Krallen in Richtung Top-Torjäger Serdar Dursun und Defensiv-Tank Victor Palsson ausgefahren haben. Dursun wird wohl kaum zu halten sein – Palsson aber hat noch einen Vertrag bis 2022 und muss in Darmstadt bleiben.  Wie wichtig er für das Lilien-Spiel ist, wird immer dann besonders deutlich, wenn der isländische Nationalspieler dem SV 98 fehlt.

Nach dieser Achterbahn-Saison sollten sich die Verantwortlichen an einen Tisch setzen und sich ehrlich machen am Böllenfalltor. Vielleicht hilft dabei ein Blick ans Hamburger Millerntor zum FC St. Pauli. Dort wurde in der Winterpause viel richtiggemacht, wie die beeindruckende Rückrunde der Kiezkicker zeigt. Am Böllenfalltor kam im Winter dafür das vermutliche Missverständnis mit Namen Samuele Campo. Der vorab hochgelobte Leihspieler vom FC Basel bringt es bislang gerade mal auf sechs Minuten Einsatzzeit im Lilien-Trikot. Wie kommt sowas? Was besprechen Sportchef Carsten Wehlmann und Cheftrainer Markus Anfang, wenn es um Verstärkungen geht?

„Nochmal gutgegangen“ kann auf Dauer nicht Anspruch des SV Darmstadt 98 sein

Der Boden ist jedenfalls bereitet am Böllenfalltor, und er ist fruchtbar: Das neue Stadion wächst und liegt im Zeit- und Kostenrahmen, der Verein kommt wirtschaftlich einigermaßen gefestigt durch die Corona-Krise, die Lizenz für den Zweitliga-Betrieb gibt es ohne Auflagen. Beste Voraussetzungen dafür, dass die Verantwortlichen gemeinsam eine tatsächlich sorgenfreie nächste Spielzeit möglich machen. Die war ja schon das Ziel in der jetzt zu Ende gehenden Saison.

Sorgenfrei – das hat nicht ganz geklappt, ist aber nochmal gutgegangen. „Nochmal gutgegangen“ kann aber auf Dauer nicht der Anspruch des SV 98 sein.

Bildquellen

  • SVD-OSN-2020-21-blog-002: Arthur Schönbein

4 Comments

  • Karin Hohlen sagt:

    Ich bin nicht davon überzeugt, dsss Darmstadt diesen Weg mit Wehlmann und Anfang schafft.
    Neustes Beispiel Immanuel Höhn!
    Wissen sie überhaupt was sie tun?
    Ich bin nach wie vor der Meinung, dsss diese Vetternwirtschaft Snfang/Wehlmann ein absoluter Fehlgriff war.
    Ich könnte weinen, wenn ich sehe, wie Anfang den Böllespirit kaputt macht und uns Fans, UNSEREN Fussball nimmt.
    Die ewigen Lügereien, Höhn will selbst von hier weg …alles erfunden. Er hat so auf Verlängerung gehofft und nun das !
    Nein, man kann es nicht mehr verstehen .
    Ein lahmer, alter Hermann bekommt noch mal einen vertrag , ist er doch aus Kiel!
    Ich bin nur noch traurig ..

    • Stephan Köhnlein sagt:

      Bei Höhn ist derzeit doch nicht klar, von wem die Trennung ausging. Offiziell haben beide Seiten bislang nichts gesagt, sehe deswegen auch nicht, wo da gelogen wurde. Womöglich haben ja auch beide Seiten gesagt, dass es nicht mehr passt. Und dass Herrmann einen neuen Vertrag bekommt, ist doch sehr fraglich. Dann bräuchte man allerdings einen neuen, bezahlbaren, zweitligatauglichen Rechtsverteidiger.

      • Karin Hohlen sagt:

        Ich rede oft mit Höhni persönlich , auch über eine Vertragsverlängerung

        Er wartet schon sehr lange darauf.
        Das ost eine Entscheidung , die viele nicht verstehen.
        Schon wieder ein Umbruch, warum keine Konstanz.
        Totaler Wahnsinn!

        • Stephan Köhnlein sagt:

          Gut, persönlich spreche ich außerhalb der normalen Interviewrunden nicht mit ihm, da hält er sich immer eher bedeckt. Ich finde ihn wirklich sehr angenehm und sympathisch im Umgang. Sportlich war seine Saison allerdings aus meiner Sicht oft nicht überzeugend. Und klar, er hatte nach meinem Eindruck auch keine große Lobby bei den Verantwortlichen.

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