Vorsicht bei Standards, die Torjäger in Schach halten und die Lufthoheit des Gegners brechen – dann hat der SV Darmstadt 98 am Sonntag gute Chancen, gegen den 1. FC Heidenheim als Sieger vom Platz zu gehen. 

„Wir haben alle noch das Hinspiel im Kopf“, sagt Lilien-Coach Markus Anfang mit Blick auf das 0:3 im Januar. „Da haben wir es eigentlich ganz gut gemacht, aber dann über zwei Standardsituationen das Spiel verloren.“

Insgesamt sei Heidenheim eine Mannschaft, die sehr variabel agiere, immer wieder neue Elemente ins Spiel bringe und mit Torjäger Tim Kleindienst über einen Ausnahmespieler in der Liga verfüge. „Das wird ein schweres Spiel“, sagt Anfang. „Aber wir sind im Moment gut drauf und deswegen in der Lage, Heidenheim zu schlagen.“

Kleindienst, Kühlwetter und Mainka als Schlüsselspieler

Mit 10 Kopfballtoren (Platz vier), 8 Toren nach Eckbällen (Platz zwei) und nur 5 Kopfball-Gegentoren (Platz fünf) liegt Heidenheim bei diesen Werten in der Spitzengruppe der Liga, wie eine Auswertung von Createfootball ergab. Sogar Tabellenführer ist Heidenheim bei den abgefangenen Pässen (Interceptions) mit 48,66 im Schnitt pro Partie. Hier sind die Lilien mit dem drittbesten Ligawert von 46,4 allerdings fast auf Augenhöhe.

Schlüsselspieler sind neben Kleindienst (11 Tore, 50 Prozent Chancenverwertung, 6,5 erfolgreiche Kopfballduelle pro Spiel im Schnitt) noch Christian Kühlwetter (13 Tore, 4 Assists, 36 Prozent Chancenverwertung) und Abwehrspieler Patrick Mainka mit 5 Toren, 1 Assist (im Spiel gegen Darmstadt), 86.7 Prozent Passgenauigkeit und 73 Prozent erfolgreichen Defensivzweikämpfen.

Mit hohen Bällen hat der SV Darmstadt 98 wenig Chancen

Schwächen hat der FCH dagegen vor allem beim Passspiel und bei Ballverlusten. 116,79 Ballverluste pro Spiel sind die meisten im Ligavergleich. Darmstadt liegt hier bei 108,96 Ballverlusten. Mit einer Passgenauigkeit von nur 77,4 Prozent ist Heidenheim das viertschlechteste Team der Liga. Die Lilien kommen immerhin auf 81,7 Prozent.

Wenig Aussichten auf Erfolg haben hohe Bälle gegen Heidenheim, wie Mats Beckmann von Createfootball erläutert. „Heidenheim ist stark in der Luft, führt 51,29 Luftzweikämpfe pro Spiel, von denen sie 49,3 Prozent gewinnen. Darmstadt für nur 43.78 Luftduelle pro Spiel, davon sind 47,8 Prozent erfolgreich. Hinzu kommt das schwache Flankenspiel der Lilien.“

Mehr Erfolgsaussichten sieht Beckmann allerdings, wenn man die Ostalb-Elf unter Druck setze und früh im Aufbauspiel presse. „So kommt man zu Ballgewinnen. Der schwache Pass-Wert untermauert die Probleme der Heidenheimer, sich spielerisch zu lösen.“

Was steckt hinter Createfootball?

Createfootball steht für Transparenz im Bereich Daten im Fußball und sieht sich als Pionier des Datenscoutings. Sie erstellen viel Content, der aufgrund der Datenanalysen sehr tiefgründig ist und interessante Hintergründe aufdeckt. Das Ziel ist es, immer die Frage nach dem „Warum“ zu beantworten und statt gängiger Phrasen mit belastbaren Fakten zu glänzen. Neben dem Instagram-Auftritt geht CFB in ihrem Podcast „Createfootball – Der internationale Fußballpodcast“und auf dem Blog noch ausführlicher auf bestimmte Clubs, Ligen oder Sachverhalte ein.

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Bildquellen

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  • fch-svd-2020-21-blog-021: Arthur Schönbein

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