Im zentralen Mittelfeld besteht beim SV Darmstadt 98 weiter Bedarf. Angesprochen auf die Spekulationen verschiedener Medien über ein Interesse der Lilien an den beiden Schweden Gustav Berggren und Leo Bengtsson vom BK Häcken sagte Lilien-Coach Torsten Lieberknecht am Freitag: „Die kennen wir. Aber ob es diejenigen sind, die wir tatsächlich favorisieren, lasse ich mal dahingestellt.“

Klar sei, dass die Lilien auch auf der Sechser- und der Achter-Position noch etwas unternehmen wollen. Der Lilien-Coach verwies aber darauf, dass die beiden Spieler auch für andere Vereine interessant seien, die auf diesen Positionen suchten: „Wenn Du eine Liste machst, werden die Namen auch dort auftauchen.“

Vor allem Berggren würde ins Profil des SV Darmstadt 98 passen

Während der 23 Jahre alte Berggren (23 Jahre, 1 A-Länderspiel) als zentraler Mittelfeldspieler voll ins Anforderungsprofil passen würde, ist der gleichaltrige Bengtsson vornehmlich ein Offensivspieler für die Außenbahnen.

Allerdings sollte die Stammposition kein Ausschlusskriterium sein. Neuzugang Emir Karic spielte in den bisherigen beiden Testspielen sehr ordentlich im offensiven Mittelfeld, obwohl er eigentlich Linksverteidiger ist.

Beide Schweden haben noch bis 2022 laufende Verträge, so dass eine Ablösesumme fällig würde. Das Fußballportal transfermarkt.de schätzt ihren Marktwert jeweils um eine Million Euro – Summen. Das wäre für den SV Darmstadt 98 kaum finanzierbar.

Etwa 500.00 Euro hat der TSV 1860 München für Dennis Dressel aufgerufen. Im Poker um den 22-Jährigen gab es am Freitag nichts Neues, wie Lieberknecht sagte. Zwei Tage zuvor hatte sich bereits Präsident Rüdiger Fritsch mit der Aussage klar positioniert, dass man keine bewusst überhöhten Preise für Drittliga-Spieler bezahlen werde.

Wie Lieberknecht Pfeiffer ins Laufen bringt

Derzeit improvisiert Lieberknecht im Mittelfeld – nicht nur bei Karic. Im Testspiel gegen Mannheim musste auf der Sechs im ersten Durchgang Patric Pfeiffer ran. Es war das erste Spiel für den etatmäßigen Innenverteidiger seit seiner Syndesmoseverletzung im April.

Auch wenn Lieberknecht dem 1,96-Meter-Mann durchaus Potenzial auf der Position bescheinigte, habe Pfeiffers Einsatz dort vor allem damit zu tun gehabt, dass er so besser in die Spielpraxis zurück gelange. „Dort kommt er mehr ins Laufen – nach links, nach rechts, nicht immer nur in der Kette mal zehn Meter nach da oder nach da verschieben“, sagte der Coach schmunzelnd. Pfeiffer machte einen ordentlichen Eindruck. Im zweiten Durchgang durfte dann Adrian Stanilewicz auf der Position ran, der ebenfalls solide spiele, ohne allerdings besondere Akzente zu setzen.

 

Bildquellen

  • SVD-Testspiel-2021-22-blog-041: Arthur Schönbein

9 Comments

  • juka035 sagt:

    Sehr guter Beitrag ,wie immer nur weiß jemand was schon wieder mit Isherwood los ist??? nicht mal im Kader ,ist eigl schade das er schon wieder so in den Hintergrund geriet.

  • Chino Bagnio sagt:

    Diese muskulären Geschichten, wie auch in der letzten Saison z.B. der Muskelbündelriss von Bader oder sein Bluterguss, der zu langen Ausfallzeiten führte macht mich stutzig. Sind wir im Fitness- und im Medizinbereich wirklich gut und modern aufgestellt?

    • Frank Hofmann sagt:

      Ich dachte auch erst nur in diese Richtung. Mittlerweile sehe ich da ein ganz anderes Phänomen dahinter. Allerdings würde das zur Kardinalfrage führen. Daher verkneife ich es mir.

  • Merlin66 sagt:

    Gude,
    was hätte Campo letztlich gekostet?
    Vorteil der Verpflichtung wären gewesen, Linksfuß unn kennen unseres Kaders!
    Warum ständig so viele Muskelverletzungen, trainiern Wir verkehrt?

  • Klaus aus Bürstadt sagt:

    Gude.
    Die Fragestellung, warum wir ein so großes Lazarett haben, treibt mich auch um. Ich frage mich auch, warum mehrere Neuerwerbe plötzlich langfristig ausfallen. Natürlich ist auch Pech dabei. Ja.
    In unserer Bundesligazeit war genau der Punkt, von Verletzten verschont zu bleiben, ein ganz, ganz wichtiger Aspekt zum Klassenerhalt.

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