Am Ende wurde Trainer Torsten Lieberknecht die knifflige Entscheidung über die Nummer eins beim SV Darmstadt 98 abgenommen: Weil der letztjährige Stammkeeper Marcel Schuhen nicht geimpft war und nach den Corona-Fällen in Quarantäne musste, kam Morten Behrens im ersten Saisonspiel zu seinem ersten Zweitliga-Einsatz.

Mindestens noch für die anstehende Partie beim Karlsruher SC wird Schuhen fehlen – und das will Behrens nutzen, um Werbung in eigener Sache zu machen. “Das ist eine spannende Situation”, sagt der 24 Jahre alte Keeper, der vom 1. FC Magdeburg ans Böllenfalltor kam.

“Am Ende wird der Trainer entscheiden. Ich versuche, meine Spiele super zu machen und ihm die Entscheidung abzunehmen”, sagt Behrens. Denn klar ist für ihn auch: “Auf der Bank sitzen will niemand.”

Der erste Eindruck vom Stadion und den Fans in Darmstadt sei super gewesen, sagt der beim Hamburger SV ausgebildete Keeper. Die Mannschaft habe gegen Jahn Regensburg  gut angefangen, Druck aufgebaut und das Publikum mitgenommen. Doch nach dem ersten Gegentor habe man den Faden verloren.

Morten Behrens und die Erinnerung an Nicolai Rapp

Anders als mit dem Ergebnis war er mit seiner eigenen Leistung “ganz zufrieden”. Sein Eindruck von der neuen Liga: “Das Tempo ist etwas höher, Fehler werden sofort bestraft, und die Schüsse waren auch etwas genauer – der eine zumindest”, sagt er in Anspielung auf das sehenswerte 2:0 der Gäste.

SV Darmstadt 98 - Jahn Regensburg

“Ganz zufrieden” war Morten Behrens mit seiner Leistung bei seinem Zweitliga-Debüt

Einziger Wackler bei Behrens war ein Missverständnis in der Schlussphase mit Innenverteidiger Jannik Müller nach einem Befreiungsschlag der Regensburger. Erinnerungen an das Eigentor von Nicolai Rapp vergangene Saison gegen Nürnberg wurden wach, auch bei Behrens.

Allerdings ging es gegen Regensburg gut. “Wir haben noch das Beste aus der Situation gemacht”, sagt der Keeper. “Aber wir haben so auch das erste Mal zusammengespielt. Das wird in dieser Form in den nächsten Spielen nicht mehr vorkommen.”

“Viel zu früh, um von Fehlstart zu sprechen”

“Was uns gefehlt hat, war ein bisschen gallig zu sein, dem Gegner auch mal weh zu tun und selbst Fouls zu ziehen. Da hat die letzte Gier gefehlt”, sagt Behrens. Aber die Mannschaft werde zusammenwachsen, auch wenn gegen Karlsruhe vermutlich wieder nicht mehr als eine Kerntruppe zur Verfügung steht. Doch gerade das schweiße zusammen.

Gefragt sei in dieser Situation eine “Jetzt-erst-recht-Mentalität”. Angesichts der Personalsituation habe die Mannschaft nichts zu verlieren, müsse “alles reinhauen”, dann könne sie auch in Karlsruhe Erfolg haben. “Wir wollen das Spiel gewinnen”, sagt Behrens und fügt entschieden an: “Es ist viel zu früh, um jetzt schon von einem Fehlstart zu sprechen.”

Bildquellen

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Ein Kommentar

  • Frank Hofmann sagt:

    Moin.

    T. Lieberknecht liest gerne Fanpost. Hier mein Aufgebot für Freitag im schweren Auswärtsspiel beim KSC. Der KSC ist heiß wie frittenfett, will daheim vor den Fans nachlegen. Das übermotiviert schon mal, zumal ein etwas unsortierter Gegner in den Wildpark anreist. Man darf mit einem wilden Spiel rechnen.

    Tor: Behrens
    Abwehr: Bader – Müller – Sobiech – Holland
    Defensives Mittelfeld: Karic – Riedel – Schnellhardt
    Offensives Mittelfeld: Goller – Honsak
    Sturm: Tietz

    1 – 4 – 3 – 2 – 1 ( HZ 1 & 2 A )
    1 – 4 – 2 – 3 – 1 ( HZ 2 A ) [nur wenn Kempe fit] ab 55.
    Alternativ ab 70. Berko für Riedel VOR Tietz agierend

    Ballbesitz 30 : 70

    Ersatzbank:
    A = Taktische Umstellungen 55. HZ 2: 1. Wechsel Kempe (?)* für Riedel
    Oder Brecheisen “Sturm” Berko ab 70. (Sturm Tausch mit Tietz -> fällt auf ZOM Pos. -> wenn A ausfällt
    Ersatzbank: Kempe*, Berko, Arslan, Sesay, Stanilewicz, Kroll, *Junglilie

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