Kommende Woche endet die Sommertransferperiode. Dass der SV Darmstadt 98 bis dahin noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv wird, ist laut Trainer Torsten Lieberknecht eher unwahrscheinlich. Der Lilien-Coach hatte kürzlich durchblicken lassen, dass er noch einen Wunsch für eine nicht näher genannte Position habe. „Das gestaltet sich so schwierig“, sagte er jedoch am Donnerstag. „Ich glaube, dass wir nicht in Aktionismus verfallen sollten.“ Womöglich werde man auch erst im Winter sehen, was sich da machen lasse und bis dahin auf die vorhandenen Spieler bauen. „An Weihnachten ist es eh schöner, wenn Wünsche in Erfüllung gehen“, sagte der Coach schmunzelnd. 

Zunächst will sich Lieberknecht mit seinem Team mit einem Sieg gegen Hannover 96 (Samstag, 13.30 Uhr) in die Länderspielpause verabschieden. Die spielfreie Zeit werde man dann auch dafür nutzen, konditionelle Defizite aufzuarbeiten, die einige der Spieler nach Verletzungen und Krankheiten noch haben. Vor bis zu rund 7.000 Zuschauern im Heimspiel gegen die Niedersachsen wolle man an die Leistung der vergangenen zwei Spiele gegen Ingolstadt und den Hamburger SV anknüpfen und weiter mutig spielen.

Der Begriff „Mut“ wird aus Sicht des Trainers allerdings oft strapaziert. Für Lieberknecht hat er verschiedene Aspekte. Es gebe Situationen, in denen ein Spieler entscheiden müsse, ob er einen risikoreichen Pass spielt oder nicht. „Wir fordern das ein“, sagte er. Wenn der Pass dann mal nicht ankomme, könne man das dem Spieler nicht ankreiden, weil es von den Trainern eingefordert werde. Aber Mut zeige sich zudem darin, mit Vehemenz in die Zweikämpfe zu gehen – auch wenn es mal weh tun könne. Und mutig sei auch, wenn man auf dem Platz Herz zeige.

Personalsituation beim SV Darmstadt 98 entspannt sich weiter

Beim Personal entspannt sich die Lage zusehends. Frank Ronstadt trainiert nach überstandener Corona-Infektion wieder, auch Matthias Bader, der in Hamburg aus familiären Gründen fehlte, ist wieder zurück. Bereits am Mittwoch hatte Aaron Seydel nach überstandener Achillessehen-Operation zum ersten Mal seit rund einem halben Jahr wieder mit der Mannschaft trainiert.

Etwas Sorgen bereitet Erich Berko, der sich wegen hartnäckiger Adduktorenproblemen, die ihn bereits seit vergangener Saison begleiten, zur Untersuchung nach München begab. Er wird am Freitag wieder in Darmstadt erwartet. Noch länger fehlen Marvin Mehlem (Knie-OP) und Tim Skarke (Adduktoren-OP).

Bildquellen

  • HSV-SVD-2021-22-blog-040: Arthur Schönbein

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