Ohne den gelb-gesperrten Torschützen Tobias Kempe reist der SV Darmstadt 98 zu Dynamo Dresden. Wer den Offensivspieler ersetzen wird, ließ Trainer Torsten Lieberknecht am Freitag offen. “Da gibt es mehrere Möglichkeiten”, sagte er am Freitag.

Nemanja Celic, Fabian Schnellhardt oder Clemens Riedel seien Optionen für die Sechserposition, auf der Kempe in dieser Saison oft gespielt hatte. Im vergangenen Spiel hatte Kempe jedoch in vorderster Front gespielt. Ob Aaron Seydel dort nach seinem glücklosen Auftritt gegen Rostock wieder eine Chance in der Startelf erhalten wird, ist offen.

Möglich ist auch, dass die beiden bislang erfolgreichsten, aber seit sieben Spielen torlosen Angreifer Luca Pfeiffer und Phillip Tietz wieder in der Startformation stehen. “Letzte Woche habe ich ja mal den einen oder anderen überrascht. Lasst euch morgen auch mal überraschen”, sagte Lieberknecht grinsend.

SV Darmstadt 98 - Hansa Rostock

Soll durchs Fegefeuer gehen – Mathias Honsak

Rückendeckung von Lieberknecht erhielt Mathias Honsak nach seinem unglücklichen Auftritt gegen Hansa Rostock und dem Unmut bei einigen Fans darüber. Zum einen habe es noch immer Szenen gegeben, in denen Honsaks Können aufgeblitzt sei. Zum anderen sei es wichtig, dass ein junger Spieler auch mal durch so eine Situation durchmüsse und man ihn nicht auswechsele, um ihn zu schützen. Auch Honsak habe natürlich das Murren einiger Fans mitbekommen. Es mache einen Spieler stabiler, wenn er “durch das gefühlte Fegefeuer” gehe und lerne, damit umzugehen.

Den SV Darmstadt 98 erwartet ein laufstarker Gegner

Obwohl die Mannschaft seit drei Spielen ohne Sieg ist und in diesem Jahr überhaupt erst eine von fünf Partien gewann, sieht Lieberknecht seine Mannschaft weiter auf dem richtigen Weg. In der Hinrunde habe man zum gleichen Zeitpunkt zwei Punkte weniger gehabt.

“Aber es gibt eben Zyklen in einer Saison, die man gerade in der zweiten Liga hat”, sagte er. Die Anwesenheit der anderen Mannschaft mache das Spiel eben manchmal auch ein bisschen komplizierter, zitierte Lieberknecht eine Fußballer-Binsenweisheit. Trotzdem sei es schwer, seine Mannschaft zu schlagen. “Ich glaube, dass wir eine nervige Truppe sind, uns nicht abschütteln lassen und oben festkletten.”

Gegner Dresden sei ein sehr laufstarkes Team, das jedes Spiel rund 120 Kilometer auf die Uhr bringe. Dazu verfüge Dresden über schnelle Spieler und könne mit den erwarteten rund 10.000 Fans eine enorme Wucht entfalten, wenn man sie spielen lasse. “Das ist eine Aufgabe, die wir sehr respektvoll angehen wollen.”



Bildquellen

  • SVD-HRO-2021-22-blog-0018: Arthur Schönbein
  • SVD-HRO-2021-22-blog-0016a: Arthur Schönbein

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