Bei Christoph Zimmermann geriet Trainer Torsten Lieberknecht ins Schwärmen. Er habe noch nie mit einem Spieler “ein so tolles erstes Gespräch” geführt, sagte Lieberknecht am Donnerstag über den Neuzugang vom englischen Zweitligisten Norwich City. Er sei ein ganz besonderer, spielerfahrener Typ, der trotz der zuletzt geringen Spielpraxis einen guten physischen Eindruck mache. “Wenn er fit bleibt, wird er helfen. Davon bin ich tausendprozentig überzeugt.”

Ausgestattet mit einem Dreijahresvertrag bis 2025 könne Zimmermann jener Recke für Darmstadt 98 werden, den man schon längere Zeit suche und an dem sich die jungen Spieler aufrichten könnten, sagte der Chefcoach weiter über den Innenverteidiger.

Als Ausdruck der Wertschätzung kann man in diesem Zusammenhang auch die Vergabe der Rückennummer 4 an Zimmermann werten. Diese trugen vor ihm Victor Palsson und Aytac Sulu – zwei absolute Führungsspieler.

Lieberknecht mahnt: Es fluppt nicht sofort

Aber zunächst müsse man Zimmermann in Darmstadt ankommen lassen, mahnte Lieberknecht. “Viele meinen: Die Jungs sind jetzt hier, und dann fluppt des einfach innerhalb von einem Tag. Aber das kann man nicht erwarten.” Gerade erst sei Zimmermann noch mit Norwich in Marseille gewesen, habe eine kleine Odyssee nach Darmstadt hinter sich. Seine Frau, die mit dem zweiten Kind schwanger ist, befindet sich noch in England.

Ob Zimmermann vor diesem Hintergrund schon eine Option für das Sandhausen-Spiel ist, werde man noch sehen. Das hänge davon von den Trainingseindrücken und der eigenen Einschätzung des Spielers ab, sagte Lieberknecht. “Wir werden das morgen besprechen. Und mit ihm kann man wirklich extrem gut sprechen.”

Christoph Zimmermann in der Zimbo-Tradition

Einen Spitznamen hat der Neue schon. Co-Trainer Ovid Hajou hat ihn Zimbo getauft. Damit steht er in einer guten Tradition bei den Lilien. Bereits Torhüter Jan Zimmermann und Torwarttrainer Uwe Zimmermann trugen diesen Spitznamen. “Also ist er jetzt Zimbo III.”, sagte Lieberknecht.

Eine kurze Diskussion gab es anschließend, ob auch Preston Zimmerman, der zwischen 2011 und 2013 in 64 Drittliga-Spielen für die Lilien aktiv war, in die Reihe gehöre und der Neue damit Zimbo IV. sei. Aber dem Amerikaner fehlte ein “n” und er wurde anders ausgesprochen. Zudem spielte er in einer etwas raueren Zeit bei den Lilien, als Kosenamen nicht an der Tagesordnung waren.

Wenn man noch etwas weiter in der Lilien-Geschichte zurückgeht, gibt es sogar noch einen Zimbo. Egbert Zimmermann war von 1984 bis 1986 für die Lilien am Ball. Der Linksaußen erzielte in 50 Einsätzen 16 Tore für die 98er und wurde ebenfalls Zimbo genannt.

(ergänzte Version mit Hinweis auf Egbert Zimmermann, vielen Dank an die Community für den Hinweis!)

Bildquellen

  • Zimmermann-5: Handout SV Darmstadt 98

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