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Nur noch zwei Spiele – dann hat der SV Darmstadt 98 Winterpause. Emir Karic sieht das jedoch zwiespältig. “Ich würde nicht sagen, dass wir uns die Winterpause herbeisehen. Wir sind ja gut in Schuss”, erklärt der 25 Jahre alte Österreicher. “Aber es würde unserem Spiel auch guttun, wenn der eine oder andere verletzte Spieler zurückkommen würde.”

Beim 1. FC Magdeburg steht am Donnerstag (Anpfiff 20.30 Uhr) das letzte Auswärtsligaspiel des Jahres an. Nachdem der Aufsteiger zunächst etwas Lehrgeld in der Liga gezahlt habe, habe er mit den Siegen über den Hamburger SV und Nürnberg sowie dem Unentschieden gegen Heidenheim sein Potenzial gezeigt. “Spielerisch gehören sie zu den Top-Fünf-Mannschaften der Liga”, sagt Karic. “Das wird ein harter Brocken.”

Wo Karic noch besser werden kann

Sein Potenzial würde auch Karic gerne öfter zeigen. Bei der bislang einzigen Saisonniederlage im ersten Spiel beim 0:2 in Regensburg stand er in der Startformation, musste nach einer schwachen Leistung jedoch zur Pause raus. Danach warf ihn eine Blinddarmentzündung zurück. In den vergangenen sieben Spielen kam er regelmäßig zum Einsatz, allerdings nur einmal (gegen Kiel) in der Startformation. “Ich bin durchaus zufrieden. Aber ich hätte den falschen Job, wenn ich nicht jedes Spiel von Anfang an spielen möchte”, sagt Karic zu seiner Situation.

Dabei sieht er bei sich selbst durchaus noch Verbesserungspotenzial – vor allem beim Verhalten im letzten Drittel vor dem Tor. “Ich komme gut durch, aber die letzte Entscheidung stimmt manchmal nicht ganz”, räumt er selbstkritisch ein. “Ich müsste einige Scorerpunkte mehr haben.” Und Trainer Torsten Lieberknecht wünsche sich wohl, dass er bei den Positionen noch etwas flexibler werde. Auch daran arbeitet der Spieler, der seine Stammposition auf der linken Außenbahn hat.

Die zerschlagene Ösi-Connection

Im Vorjahr bildete Karic mit Mathias Honsak und Nemanja Celic eine kleine Ösi-Connection in Darmstadt. Doch Celic ist in der laufenden Saison nach Österreich ausgeliehen. Und Honsak hat wegen einer Rückenverletzung noch kein Spiel bestritten. “Mit Honsi tut es mir sehr leid, dass er eine so blöde und langwierige Verletzung hat”, sagt Karic. “Ich hoffe, dass er das so schnell wie möglich auskurieren kann. Denn einen Spieler mit dieser Geschwindigkeit und dieser Technik hast du immer gerne in der Mannschaft.”

Im Vergleich zum Vorjahr habe sich die Lilien-Mannschaft nochmals weiterentwickelt, sei spielerisch stärker und taktisch flexibler geworden. Öfter wechselt das Team auch während eines Spiels die Formation. Dabei habe man schon verschiedene Hebel ausprobiert, auch weil es schon vorgekommen sei, dass die Spieler in der Defensive das neue System umgesetzt, die vorne aber nicht sofort gewusst hätten, dass man nun anderes spiele.

Codewörter und Geheimwaffen

Unter anderem habe der Trainer ein Codewort als Signal für die Umstellung ausgegeben, was aber nur für eine kurze Zeit benutzt worden sei. Inzwischen sorge man dafür, dass jeder Spieler sofort die Umstellung an seinen Nebenmann weitergebe, so dass das neue System so schnell wie möglich bei der gesamten Mannschaft ankomme.

Nicht angekommen sei bei den Spielern bislang jedoch, wer denn die ominöse Geheimwaffe ist, von der Lieberknecht seit einiger Zeit in Andeutungen spricht. “Wir rätseln auch in der Mannschaft”, sagt Karic und lacht.

Bildquellen

  • SVD-H96-2022-23-blog-0027: Arthur Schönbein

One Comment

  • achtundneunzig sagt:

    Irgendwann nutzt sich das ganze Gesabbel einfach ab. Wenn es doch so eng in der 2. Liga ist und quasi jeder jeden schlagen kann, wie kann man dann über den Tabellendreizehnten und Aufsteiger sagen, dass sie zu den Top 5 gehören? Wie fast über jeden unserer Gegner. Wo gehören wir denn dann hin? Unter die Top 5 nicht, denn da ist kein Platz mehr für uns, da reden wir nämlich schön die ganzen anderen Mannschaften hin. Respekt gegenüber dem Gegner ist es mMn auch, die eigene Stärke nicht künstlich runterzureden.

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