Es ist mittlerweile nur noch eine Randnotiz: Matthias Bader ist verletzt – wieder einmal. Das Spiel gegen seinen Ex-Verein Karlsruher SC verpasst der 28-jährige Rechtsverteidiger – diesmal wegen einer Schulterverletzung. Zugezogen hatte er sich diese bei seinem bislang letzten Einsatz für die Lilien im Spiel gegen Hannover. Zunächst sah es gar nicht so wild aus. Doch mittlerweile verpasst er deswegen bereits das dritte Spiel.
Drei Jahre ist es her, da zählte der 25-malige deutsche Juniorennationalspieler zu den besten Rechtsverteidigern der 2. Liga. Mit starken Leistungen hatte er maßgeblichen Anteil am Bundesliga-Aufstieg der Lilien. Die folgende Bundesliga-Saison lief für ihn nicht besonders gut – allerdings auch in einer nicht-bundesliga-tauglichen Mannschaft, die sang- und klanglos wieder abstieg.
Beim Holperstart in die 2. Liga zählte er unter Trainer Torsten Lieberknecht noch zum Stamm. Doch als dann Florian Kohfeldt Trainer wurde, passierte im Training das Unglück: Bader zog sich einen Riss des Kreuzbandes und des Innenmeniskus zu.
Immer wieder Rückschläge
Zunächst sah es so aus, als könne er im Sommer wieder in den Kader stoßen. Doch die Hoffnungen erfüllten sich nicht. Zunächst setzten ihn muskuläre Probleme matt, eine Folge von Fehlbelastungen aufgrund Verletzung, weil das Vertrauen in das Knie noch nicht da war, wie er später erklärte.
Erst Mitte Oktober gab er am 9. Spieltag sein Comeback beim Heimspiel gegen Magdeburg. Bis zur Winterpause folgten weitere Kurzeinsätze, gegen Freiburg im Pokal stand er sogar erstmals seit mehr als einem Jahr wieder in der Startelf.
Doch in der Winterpause kam der nächste Rückschlag. Im Trainingslager stellten sich Beschwerden im Knie ein. Bader musste erneut unter das Messer, kehrte erst Ende März wieder in den Kader zurück. Und nach zwei Kurzeinsätzen kam dann die Schulterverletzung. Ob es diese Saison noch für weitere Einsätze reicht, ist fraglich.
Verletzungsanfällig schon vor dem Kreuzbandriss
Und damit stellt sich auch die Frage nach seiner Zukunft. Bereits vor seiner schweren Knieverletzung warfen Bader diverse Blessuren teils auch länger zurück. Oft war es die Muskulatur, zudem aber auch eine Nasen- oder eine Unterleibsoperation.
Als er mit dem Kreuzbandriss fehlte, verlängerte der Verein seinen Vertrag – wie immer ohne Angaben zur Laufzeit. Womöglich endet der Kontrakt bereits im Sommer. Dann hätte Bader schlechte Karten auf eine Verlängerung. Aber auch sonst stellt sich dem Verein die Frage, wie und ob man Bader überhaupt so fit bekommt, dass er wieder eine verlässliche Größe wird.





Auch wenn ich ein großer Fan des gesunden Baders bin: Ich befürchte leider, dass er nicht mehr richtig „zurückkommen“ wird (was seine sportliche Leistung angeht)…!?!
Sportinvalidität: Riskofaktor bei Berufsfußballer am Höchsten. Die Knaüppelharten Anforderungen in Liga 1 + 2 machen sich gerade nach schweren Verletzungen früher bemerkbar. Vielleicht sollte er sich auf den Ausstieg beruflich vorbereiten und 2 Ligen tiefer nebenbei kicken. Alles Gute weiterhin. Stets am Bölle super abgeliefert.
Ja. Leider sind mache Sportler für Leistungssport nicht gemacht.
Bialek, Vilhelmsoon, Platte, Bader… Nette Kerle aber unten Strich mehr verletzt, als gesund und das kostet den Verein nur Geld und Ressourcen.
Klingt hart ist aber so.