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Beim Testspiel gegen Arheilgen fehlte Matej Maglica im Kader des SV Darmstadt 98, schrieb aber fleißig Autogramme und posierte lächelnd für Selfies mit den Fans. Dass sein Fehlen etwas mit dem angeblich bevorstehenden Wechsel zum 1. FC Kaiserslautern zu tun hatte, wies Trainer Florian Kohfeldt nach dem 12:0-Erfolg seines Teams entschieden zurück. Stattdessen richtete er entschiedene Worte Richtung Betzenberg und – ohne ihn direkt anzusprechen – an Lautern-Coach Torsten Lieberknecht, der sein Vorgänger in Darmstadt gewesen war.

„Ich will mal eine Sache sehr deutlich sagen, weil da in den letzten Wochen ein paar Aussagen getätigt worden sind, die mir überhaupt nicht gefallen haben“, sagte Kohfeldt mit Blick auf die Wechsel-Spekulationen um den kroatischen Innenverteidiger, der in der vergangenen Saison sechs Liga-Tore für den SV Darmstadt 98 erzielt hatte: „Niemand in diesem Verein hat jemals Matej einen Wechsel nahegelegt.“

Das ärgerte Kohfeldt

Er habe eine extrem enge Verbindung zu dem Spieler, die von viel Loyalität und Respekt geprägt sei. Maglica sei ein herausragender Innenverteidiger in der 2. Liga und zum derzeitigen Stand Spieler des SV Darmstadt 98. „Da sollte an manchen Standorten mal überlegt werden, wie man sich bei Spielern in der Öffentlichkeit positioniert, die nicht zu einem gehören und die scheinbar vor Ablauf von Vertragslaufzeiten angesprochen werden“, sagte Kohfeldt und fügte an: „Das fand ich sehr schwierig.“

Lautern-Coach Lieberknecht, unter dem Maglica zunächst als Leihspieler vom VfB Stuttgart ans Böllenfalltor gekommen war, hatte beim Trainingsauftakt der Pfälzer laut übereinstimmenden Medienberichten gesagt: „Als ich von Marcel Klos (FCK-Sportdirektor) erfahren habe, dass Darmstadt 98 ihn abgeben würde, warum auch immer, war ich schon sehr überrascht und bin es heute noch. Ich konnte mir das eigentlich gar nicht vorstellen.“

Wechsel trotzdem nicht unwahrscheinlich

Dass Maglica weiter in Darmstadt bleibt, ist trotzdem mehr als fraglich. Sein Vertrag läuft noch ein Jahr, im kommenden Sommer könnte er ablösefrei gehen. Für die Lilien ist also jetzt der wahrscheinlich letzte Zeitpunkt, eine Ablöse für den 27-Jährigen zu erzielen, der nach Lilienblog-Informationen nicht in Darmstadt verlängern möchte und in Kaiserslautern deutlich mehr verdienen könnte.

Kohfeldt erklärte, er respektiere Entscheidungen von Spielern zwischen den Saisons. „Was ich aber möchte, ist ein hundertprozentiges Commitment für eine Saison, wenn sie anfängt.“ So handhabe er es mit allen Spielern – vergangene Saison beispielsweise mit den mittlerweile abgewanderten Isac Lidberg und Fraser Hornby. „Matej war ein genauso tragender Bestandteil der letzten Saison. Deshalb appelliere ich an alle, die in irgendeiner Form da involviert zu sein scheinen: Man sollte sowas respektvoll miteinander zu Ende bringen, wenn es zu Ende gehen sollte.“

Maglicas Fehlen beim Testspielauftakt hatte laut Kohfeldt nichts mit den Wechselspekulationen zu tun. Sowohl bei Rekonvaleszent Patric Pfeiffer wie auch bei Maglica sei die Intensität in dem Spiel einfach nicht gegeben gewesen. „Wir haben so viel gespielt, auch miteinander gespielt, und heute Morgen haben beide noch voll trainiert. Wir haben entschieden, dass das Thema Läufe für beide wichtiger ist.“ Und so absolvierte Maglica dann eine Laufeinheit auf einem Nebenplatz in Arheilgen – ehe er noch mal für die Selfies und Autogramme zum Team stieß.

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Bildquellen

  • ksc-SVD2025-26-blog-0068: Arthur Schönbein

2 Kommentare

  • Marcus sagt:

    Dann kommt er wenigstens fit in Lautern an. Ironie off.
    Wenn er dort mehr verdienen kann, will er damit sicherlich nicht noch ein Jahr warten und unsere knappe Kasse freut sich über den einen oder anderen Euro mehr.
    Sportlich ein richtig großer Verlust, aber daran müssen wir uns ja gewöhnen. Mal abwarten, wen wir noch versilbern können. Transferphase läuft ja noch einige Zeit.

  • Frank Hofmann sagt:

    Oh, oh. Jetzt wird schmutzige Wäsche gewaschen….BILD kommt vorbei.

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