Vor dem ausverkauften Topspiel gegen den 1. FC Köln ist die Personalsituation bei den Lilien angespannt, wie Trainer Dirk Schuster am Freitag sagte. Womöglich müssen die Lilien ohne ihre beiden besten Torschützen antreten: Sicher fehlen wird Mittelfeldmann Tobias Kempe wegen der fünften Gelben Karte. Fraglich ist der Einsatz von Angreifer Serdar Dursun. Der hat muskuläre Problem und musste in den vergangenen Tagen teilweise mit dem Training pausieren. Beide Spieler haben in dieser Saison jeweils fünf Liga-Tore für die Lilien erzielt.

Ausfallwahrscheinlichkeit 70:40

Trotzdem ist Schuster der Humor nicht vergangen. Auf die Frage, wie wahrscheinlich ein Ausfall von Dursun sei, sagte er lachend: „70:40!“ Anschließend korrigierte er die Wahrscheinlichkeit dann doch auf 50:50. Sollte Dursun, der bislang in allen Spielen in der Startformation gestanden hatte, ausfallen, würde Terrence Boyd in die Mannschaft kommen. Der US-Amerikaner habe in der Länderspielpause „überragend trainiert“.

Platte vor Rückkehr in den Kader?

Dann könnte auch Angreifer Felix Platte in dem Kader rutschen, der inzwischen wieder mit der Mannschaft trainiert. Die Wahrscheinlichkeit, dass Platte auf der Bank sitzt, bezifferte Schuster grinsend ebenfalls mit 70:40. Bis der U21-Europameister allerdings wieder eine vollwertige Alternative über 90 Minuten sei, werde es wohl noch bis Anfang nächsten Jahres dauern, sagte der Coach.

Für Kempe nannte Schuster als erste Alternative Yannick Stark. Aber auch der deutlich offensivere Johannes Wurtz könne „vielleicht auf einer ungewöhnlichen Position“ zum Einsatz kommen.

Grün am Ellenbogen verletzt, Gündüz erfolgreich operiert

Bei den Reservisten gibt es auch neue Verletzte zu beklagen: Der dritte Keeper Max Grün verletzte sich am Ellenbogen und fällt vorerst aus. Selim Gündüz wurde in Straubing erfolgreich am Kreuzband operiert, fällt aber einige Monate aus. Das gilt auch für Keeper Rouven Sattelmaier, der ebenfalls an einem Kreuzbrandriss laboriert.

T-Shirt vielleicht – aber kurze Hosen schließt Schuster aus

Entwarnung gab Schuster, der in kurzer Hose zur Pressekonferenz gekommen war, mit Blick auf mögliche Sorgen um seinen Gesundheitszustand, stand er doch bei niedrigen Temperaturen immer wieder im T-Shirt an der Seitenlinie. „Es gab ja auch Tage, wo ich mal eine Jacke drüber hatte. Das ist immer situativ bedingt, wie ich das wahrnehme“, sagte er. „Über meine Gesundheit braucht sich keiner Gedanken zu machen. Ich war – glaube ich – zum letzten Mal vor vier Jahren irgendwann mal erkältet.“

In kurzer Hose werde er aber bestimmt nicht am Spielfeldrand stehen. „Die habe ich noch nie bei einem Spiel angehabt. Auch bei 35 Grad habe ich eine lange Hose getragen.“

 

 

Bildquellen

  • Dirk_Schuster: Arthur Schönbein
Stephan Köhnlein

Stephan Köhnlein

Wahl-Heiner seit 1998, Text-Journalist für diverse Medien

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