Keeper Marcel Schuhe soll beim Spiel gegen den Karlsruher SC wieder im Kader stehen, bei Tobias Kempe sind die Chancen dafür eher gering. Die wichtigsten Fakten aus der Pressekonferenz vor dem Heimspiel am Freitag (Anpfiff 18.30 Uhr) gegen den Aufsteiger.

Zuschauer

Der Gästebereich ist ausverkauft, für den Heimbereich gibt es noch Restkarten an der Tageskasse, wie Vereinssprecher Jan Bergholz am Donnerstag sagte. Man rechne aber mit einem ausverkauften Stadion.



Personal

Torhüter Marcel Schuhen ist nach seinem Armbruch wieder fit und soll gegen den Karlsruher SC in den Kader zurückkehren. Schuhen war zu Saisonbeginn vom SV Sandhausen gekommen, hatte sich nach dem ersten Spiel im Training verletzt und war seitdem ausgefallen. Er werde allerdings zunächst noch auf der Bank sitzen. In der Länderspielpause soll es ein Testspiel geben und danach dann die Entscheidung fallen, ob Schuhen ins Tor zurückkehrt oder sein Vertreter Florian Stritzel Nummer eins bleibt. Offensivmann Mathias Honsak, der nach einem Muskelfaserriss beim 2:2 gegen Bochum ein ordentliches Comeback als Einwechselspieler gab, spiele in den Planungen für das Spiel eine Rolle. Ob es für einen Startelf-Einsatz reiche, müsse man noch abwarten. Felix Platte (Muskelbündelriss) und Braydon Manu (Knochenödem nach Kapselverletzung) fehlen weiter.

Tobias Kempe

Der beste Scorer der vergangenen Jahre stand geben Bochum nicht im Kader – und spielt in den Planungen von Grammozis derzeit auch weiter keine maßgebliche Rolle. „Die Entscheidung, Tobi nicht in den Kader zu nehmen, ist nicht gegen ihn, sondern für eine neue Art, wie wir uns als Team präsentieren möchten“, sagte der Trainer. „Wir wollen offensiver agieren, wir wollen jungen Leuten die Chance geben, sich zu präsentieren“, sagte er. Man wolle neue Impulse geben. Das habe nichts mit persönlichen Dingen zu tun. Kempe werde genauso gecoacht wie alle anderen. „Aber wir können nicht immer schauen, was vor zwei oder drei oder vier Jahren war. Der Junge hat seine Verdienste für den Verein. Aber wir müssen nach vorne schauen. Wir müssen weitergehen, der Verein muss weitergehen.“ Die Störfeuer aus der Familie Kempe oder von anderen Dritten wolle er nicht kommentieren. Das berühre ihn nicht und sei nicht ausschlaggebend für seine Entscheidungen.

VfL Bochum - SV Darmstadt 98

Einer der vielen Freistoßschützen: Fabian Schnellhardt

Standards

Ohne den standardmäßigen Standardtorschützen Kempe wird bei Ecken und Freistößen fleißig rotiert. Zum einen wolle man flexibel sein und sich auf den Gegner einstellen, sagte der Coach. Zum anderen hätten Auswechslungen dafür gesorgt, dass man bei den Schützen umstellen musste. Man habe sich dabei zuletzt gesteigert (zwei Tore nach Standards gegen Bochum und Nürnberg). „Wir sind auf einem guten Weg und müssen da weiter dranbleiben.“

Serien und Druck

Sechs Spiele sind die Lilien ohne Sieg – aber auch seit dem 10. Februar (1:2 gegen Heidenheim) ohne Niederlage am Böllenfalltor. Grammozis ist zuversichtlich, dass die Mannschaft nach den jüngsten Leistungen, insbesondere im letzten Heimspiel beim 3:3 gegen Nürnberg, anknüpft. Auf die Frage, ob er angesichts des Abrutschens auf den Relegationsplatz Druck verspüre, antwortete der  Coach mit einem entschiedenen „Nein“. Er sehe das Team auf dem richtigen Weg, wie es sich präsentiere. „Dennoch verschließen wir nicht die Augen und unterschätzen die Situation nicht“, fügte Grammozis an. Man wolle so schnell wie möglich wieder drei Punkte einfahren.

Gegner

Der Karlsruher SC sei stark bei Standards. Trainer Alois Schwartz leiste beim Aufsteiger sehr gute Arbeit. Der Aufsteiger habe eine sehr gute defensive Struktur, verfüge über viel Erfahrung und sei eine gute Kontermannschaft. Es könne sein, dass die Karlsruher den Lilien den Ball etwas mehr überlassen werden, als die letzten Gegner. Das Spiel sei in jedem Fall ein große Herausforderung.

VfL Bochum - SV Darmstadt 98

Sehr wichtig für das Team – Victor Pálsson (Mitte) bekommt viel Lob vom Trainer

Victor Pálsson

Zuletzt wurde Kritik an dem defensiven Mittelfeldspieler laut. Diese Kritik könne er nicht nachvollziehen, sagte Grammozis. Er habe das Gefühl, dass bei Pálsson eher das Schlechte gesehen werde als das Gute. „Ich finde, dass Victor viele Sachen im Spiel macht, die vielleicht nicht auffallen, die uns aber unheimlich viel Stabilität in der Defensive geben.“ Natürlich könne sich Pálsson wie jeder andere Spieler noch verbessern. „Aber ich erkenne bei ihm den absoluten Willen, sich zu verbessern.“ Auf den Spieler könne man sich absolut verlassen. „Seine Qualitäten sind sehr wichtig für dieses Team.“



Bildquellen

  • boc-svd-2019-20-blog-003: Arthur Schönbein
  • boc-svd-2019-20-blog-021: Arthur Schönbein
  • SVW-D98-Test-2019-2010-21: Arthur Schönbein

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