Das Coronavirus und seine Folgen sind auch für Victor Pálsson ein Thema. Im Vordergrund steht für den isländischen Nationalspieler in Reihen des SV Darmstadt 98 jedoch weiter das Sportliche. „Wir sind weiter hungrig“, sagt er mit Blick auf das anstehende Auswärtsspiel beim Karlsruher SC.

Victor, kennst Du das deutsche Wort „Geisterspiel“?

Victor Pálsson: Inzwischen ja. Ein Spiel ohne Zuschauer. Das Wort habe ich aber erst letzter Zeit kennengelernt.

Hast Du schon mal ein Spiel ohne Zuschauer erlebt?

Victor Pálsson: Nein, abgesehen von Testspielen noch nicht. Ohne Zuschauer ist es natürlich anders. Man spielt ja auch für sie, die Fans machen den Fußball aus. Ich finde die Situation schade, aber Sicherheit hat Vorrang. Und letztlich bleibt es ein Spiel, das beginnt, wenn der Schiedsrichter pfeift und das wir erfolgreich bestreiten wollen.

Corona? „Ich denke nur an meinen Sohn“

Macht Dir das Sorgen? Du hast ja auch einen kleinen Sohn?

Victor Pálsson: Ich denke nur an meinen Sohn. Um mich selbst mache ich mir aktuell noch keine allzu großen Sorgen. Ich habe einiges über das Coronavirus gelesen, aber ich versuche, nicht so viel daran zu denken. Natürlich bringt das Virus unsere Welt im Moment ziemlich durcheinander. Aber man muss es so nehmen, wie es ist.

Lass uns über das Sportliche sprechen. Am Wochenende steht das dritte Spiel gegen Karlsruhe in dieser Saison an. In der Liga hab Ihr euch schwergetan, im Pokal seid Ihr ausgeschieden …

Victor Pálsson: Das ist 2. Liga. Egal, wo die Mannschaft in der Tabelle steht: Es ist immer schwer. Karlsruhe hat viele gute Fußballer und eine gute Mannschaft, das haben wir in der Hinrunde erfahren müssen. Zuletzt haben sie verloren und nun brauchen sie zu Hause unbedingt die drei Punkte. Wir müssen auf uns konzentrieren und es in der gegnerischen Hälfte noch besser machen als gegen Bochum.

Victor Pálsson, SV Darmstadt 98 - VfL Bochum

Luft nach oben – Victor Pálsson, SV Darmstadt 98, nach dem Spiel gegen Bochum

Was genau müsst Ihr besser machen?

Victor Pálsson: Gegen Bochum haben wir gut verteidigt, aber in der Offensive war es nicht so gut. Da haben wir im Vergleich zu den letzten Spielen nicht die Lösungen mit und ohne Ball gefunden. Das war offensiv ein bisschen zu wenig. Warum, das werden wir analysieren.

In den beiden Spielen hat jeweils Karlsruhes Angreifer Philipp Hofmann getroffen. Wie wollt Ihr den diesmal unter Kontrolle bekommen?

Victor Pálsson: Es geht nicht nur um ihn, sondern auch um die anderen. Aber klar, Hofmann hat viel Qualität in der Box. Und das müssen wir eben gut verteidigen.

„Wir sind weiter hungrig“

Ist der Abgang von Trainer Dimitrios Grammozis zum Saisonende noch ein Thema in der Mannschaft?

Victor Pálsson: Nicht mehr. Das war es in den ersten Tagen. Aber wir fokussieren uns nur auf den Fußball. Der Verein ist professionell, der Trainer ist professionell, und die Spieler sind professionell. Wir haben geredet, und jetzt gucken wir nur nach vorne.

Und was siehst Du, wenn Du nach vorne guckst?

Victor Pálsson: Wir sind jetzt seit zehn Spielen ohne Niederlage. Das wollen wir fortsetzen. Wir wollen noch mehr Punkte holen. Wir trainieren hart, und wir sind weiter hungrig.

Bildquellen

  • SVD-BOC-blog-2019-20-028: Arthur Schönbein
  • SVD-BOC-blog-2019-20-029: Arthur Schönbein

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