Zum Ende der vergangenen Saison zählte Marvin Mehlem zeitweise nicht einmal mehr zum Kader. Unter dem neuen Trainer Markus Anfang ist er gesetzt, zählte bislang in allen vier Spielen der Saison zur Startformation. Das Vertrauen zahlt Mehlem zurück – mit guten, engagierten Leistungen und Toren. Er traf im Pokal gegen Magdeburg und besorgte gegen Nürnberg den wichtigen Ausgleichstreffer. Damit hat er bereits jetzt so viele Tore erzielt wie in der gesamten vergangenen Saison.

1. FC Nürnberg - SV Darmstadt 98

Ein Grund zum Jubeln – Torschütze Marvin Mehlem in Nürnberg

Tatsächlich profitiert Mehlem vom neuen System. Unter seinen bisherigen Trainern in Darmstadt musste er entweder allein in der Zentrale der offensiven Dreier-Reihe hinter den Stürmern agieren oder gar auf die ungeliebte Flügelposition ausweichen. Anfang spielt mit zwei zentralen, offensiven Mittelfeldspielern, was Mehlem als Nebenmann des erfahrenen Tobias Kempe mehr Raum verschafft und etwas die (Erwartungs-)Last nimmt.

Nun muss er zeigen, dass er auch über einen längeren Zeitraum stabile Leistungen bringen kann. Denn sowohl unter seinem Entdecker Torsten Frings als auch unter Dimitrios Grammozis baute der hoch veranlagte Techniker nach starkem Start immer wieder deutlich ab.

Marvin Mehlem: „Dürfen es nicht immer so spannend machen“

Nach dem Nürnberg-Spiel war der 23-Jährige erstmal happy. „Ein geiles Gefühl“, freute er sich. Wobei er das mehr auf das Ergebnis als auf seine eigene Leistung bezog. „Ich achte weniger auf mich als auf die Mannschaft“, sagte er. „Es wäre natürlich scheiße gewesen, wenn wir nur mit einem oder zwei Punkten in die Länderspielpause gegangen wären.“

Die erste Halbzeit habe die Mannschaft jedoch wie schon in den Spielen zuvor ein bisschen verschlafen. „Wir dürfen es nicht immer so spannend machen“, forderte er. Schließlich könne man sich nicht immer darauf verlassen, dass Nicolai Rapp wie gegen Nürnberg kurz vor Schluss „so einen Sergio-Ramos-Kopfball auspackt“.

Nach der Länderspielpause müsse man über die gesamte Spielzeit richtig Gas geben und den guten Fußball zeigen, zu dem die Mannschaft in der Lage sei. „Und dann wollen wir in Osnabrück da weiter machen, wo wir jetzt aufgehört haben.“

Bildquellen

  • FCN-SVD-2020-21-blog-025: Arthur Schönbein
  • FCN-SVD-2020-21-blog-024: Arthur Schönbein

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