Zum Saisonendspurt werden beim SV Darmstadt 98 die Spieler knapp: Neben den Langzeitverletzten Patric Pfeiffer, Aaron Seydel, Adrian Stanilewicz und Silas Zehnder steht beim vorletzten Auswärtsspiel gegen Hannover 96 (Freitag, 18.30 Uhr) Felix Platte wegen anhaltender Adduktorenproblemen nicht zur Verfügung. Voraussichtlich fehlen wird Außenspieler Erich Berko, der noch immer unter den Folgen eines Schlags auf den Fuß aus dem Bochum-Spiel leidet. Tobias Kempe musste am Mittwoch das Training mit Oberschenkelbeschwerden abbrechen, Mathias Wittek hat nach seiner langen Verletzungspause immer wieder muskuläre Probleme und trainiert derzeit auch nicht. 

Am kommenden Mittwoch begibt sich die Mannschaft mit allen Spielern, die noch eine Chance auf einen Saisoneinsatz haben, ins Quarantäne-Hotel nach Gernsheim. Ob Berko und Kempe wegen ihrer Verletzungen dann dabei sein können, stand am Mittwoch laut Anfang noch nicht fest.

Anfang: Noch keine Corona-Impfungen beim SV Darmstadt 98 geplant

„Natürlich wünscht man sich etwas anderes“, sagte der Lilien-Coach mit Blick auf die besonderen Umstände für die letzten Saisonwochen. Von einem „Quarantäne-Trainingslager“ wollte er explizit nicht sprechen, weil viele typische Teamelemente eines normalen Trainingslagers fehlten. „Aber wir gehen den Weg komplett mit, dass die Saison zu Ende gespielt werden kann, und werden alles dafür tun.“

Was eine mögliche Corona-Schutzimpfung von Spielern und Trainern beim SV Darmstadt 98 angeht, sind Anfang noch keine Pläne bekannt. „Irgendwann werden auch die Jüngeren drankommen. Aber zunächst soll der Impfstoff an die gehen, die eher gefährdet sind. Das ist der richtige Plan“, sagte er. „Doch man hofft natürlich, dass wir uns alle möglichst bald wieder frei bewegen können, ohne Angst um unsere Gesundheit zu haben.“

Den Weg weitergehen

Obwohl die Planungen für die kommende Saison bereits laufen und mit Emir Karic der erste Neuzugang bereits verkündet ist, wollte Anfang Fragen über die aktuelle Spielzeit hinaus nicht beantworten. „Das ist ein bisschen weit“, sagte er. „Lassen Sie uns bitte über die neue Saison dann reden, wenn es so weit ist.“

Es gehe jetzt darum, aus den ausstehenden drei Spielen noch so viele Punkte wie möglich zu holen. Insgesamt sei es eine verrückte Saison gewesen, in der viel kurios gelaufen sei. Deswegen glaube er, dass die Mannschaft versuchen werde, das noch zu korrigieren. „Ich spüre keinen Spannungsabfall in der Mannschaft, sondern eher das Gefühl: Jetzt wollen wir den Weg weitergehen.“

Bildquellen

  • SVD-BOC-blog-2020-21-035: Arthur Schönbein

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