Vier Auswärtsspiele und bislang nur ein magerer Punkt – das soll für den SV Darmstadt 98 beim SV Sandhausen anders werden. Für das Auswärtsspiel am Sonntag (13.30 Uhr) erwägt Lilien-Coach Torsten Lieberknecht deswegen eine Änderung der Grundformation und ließ zuletzt unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainieren.

Auf Rückfrage schloss er nicht aus, dass die Mannschaft gegen die Sandhäuser mit einer Dreierkette auflaufen könnte. „Das könnte gegen zwei Stürmer eine Option sein“, sagte er und winkte sofort lachend ab: „Damit lehne ich mich jetzt aber schon weit heraus.“

Wer ersetzt Schnellhardt beim SV Darmstadt 98?

Neben den Langzeitverletzten Marvin Mehlem und Tim Skarke fehlt der rot-gesperrte Fabian Schnellhardt noch ein Spiel. Nemanja Celic habe Schnellhardt gegen Heidenheim zwar ordentlich vertreten, sagte Lieberknecht.

Aber er habe auch Ideen, eine andere Balance im Team zu suchen, erklärte der Coach. Mit einer Dreierkette liefen die Lilien bislang nur am 2. Spieltag beim 0:3 gegen den Karlsruher SC auf, wobei die Mannschaft da aber stark ersatzgeschwächt war.

Lasse Sobiech, der gegen Heidenheim zur Pause gelb-belastet in der Kabine blieb, werde auf jeden Fall spielen, wenn er fit sei, legte sich Lieberknecht fest. Auch Patric Pfeiffer, dem Lieberknecht in der Partie eine gute Leistung bescheinigte, ist voraussichtlich gesetzt.

Isherwood, Riedel oder Müller als Optionen für Dreierkette

Für die dritte Innenverteidiger-Position wäre nach den jüngsten Leistungen wohl der Schwede Thomas Isherwood der erste Kandidat. Nach mehreren Verletzungen holt der frühere Bayern-München-Nachwuchsmann immer mehr auf. „Er wird immer besser und findet immer mehr Vertrauen in seinen Körper“, sagte Lieberknecht. Gegen Heidenheim kam er zur Pause für Sobiech und spielte gut. Isherwood sei ein sehr willensstarker Spieler, der unbedingt zurückgeben wolle, was man bei seiner Verpflichtung zu Jahresbeginn in Darmstadt in ihm gesehen habe.

1. FC Heidenheim - SV Darmstadt 98

Erhält Thomas Isherwood erneut eine Chance gegen Sandhausen?

Eine weitere Option ist U19-Mann Clemens Riedel, der stark in die Saison gestartet ist, aber zuletzt wieder im Nachwuchs zum Einsatz kam. Gegen Heidenheim hatte sich Riedel mit Isherwood warmgemacht, letztlich entschied sich Lieberknecht aber für Isherwood.

Sommerneuzugang Jannik Müller wäre eine dritte Möglichkeit für die Innenverteidigung. Der frühere Dresdner hat aber nach einem durchwachsenen Saisonstart derzeit wohl die schlechtesten Karten, obwohl Lieberknecht immer wieder betont, dass bei ihm kein Spieler außen vor ist.

Neben der Umstellung auf eine Dreierkette könnte Lieberknecht aber auch Linksverteidiger Fabian Holland oder Tobias Kempe vom Flügel in die Mittelfeldzentrale neben Klaus Gjasula ziehen. Dann wäre Emir Karic die erste Option für den freien Platz in der Startformation.

Lieberknecht rechnet mit aggressivem Gegner

Von Gegner Sandhausen, der nach dem Trainerwechsel erstmals wieder ein Heimspiel unter Alois Schwartz bestreitet, erwartet Lieberknecht, dass die Mannschaft die Lilien aggressiv und hoch anlaufen werde und deutlich offensiver spielen werde als beim 2:1-Auswärtssieg gegen Hannover. Grundsätzlich solle man respektvoll über Sandhausen sprechen, auch wenn das ein kleiner Verein ist. „Das ist nicht mehr das gallische Dorf, das ist ein etablierter Zweitligist“, sagte Lieberknecht.

Auch wenn er schon oft gegen Sandhausen gespielt habe, steche da kein Spiel besonders hervor. „Das war immer herausfordernd, das war immer umkämpft“, sagt er. Mit dem Sandhäuser Präsidenten Jürgen Machmeier könne man zwar schon mal kurz im Kabinengang anecken. Aber man sei dann immer mit Handshake auseinander gegangen.

 

 

 

Bildquellen

  • SVD-FCH-2021-22-blog-0001b: Arthur Schönbein
  • KSC-SVD-2021-22-blog-001: Arthur Schönbein

2 Comments

  • Michael Rossa sagt:

    Gude,
    Erst eh x lieber Thorsten Lieberknecht…
    WIR..unn nur Wir..sinn des gallische Dorf…
    Dieser Titel wurde Uns glaub ich von Sir Mourinho verliehen…
    .orrer wars en Annere?
    Ihse unsere Eiche in der Abwehr net fit, Riedel mit Schwankungen…
    Sobie Aach net bei 100 %…
    Hinfahren 1:0 gewinnen Heimfahrn!
    Dort musst Du gewinnen ohne Wenn unn aber!Sandhausen ein gestandenen 2.te Ligidt hier liegt die Messlatte der Mitte der Liga!
    Gehört mer dahin????
    Orrer richten Wir den Blick doch langsam auf die unteren Tabellenspitze?

    Quo Vadis, SVD?

    • Stephan Köhnlein sagt:

      Gude,
      aber man kann eben nicht immer das gallische Dorf bleiben, wenn man keinen Zaubertrank hat. Wer stehen bleibt, fällt zurück. Mit Spielen in einer maroden Betonschüssel, Training auf einem verwachsenen Platz hinter der Gegengerade, dem Trainer-Papa als Chefscout und vielen gescheiterten Spielern zum Billigtarif kann man vielleicht mal mit etwas Glück und Können ein Ausrufezeichen setzen. Aber auf Dauer bestehen kann man damit im Profifußball nicht – weder in Darmstadt noch in Sandhausen.

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