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Sechs Stammspieler weg – der Umbruch beim SV Darmstadt 98 ist recht groß ausgefallen, auch wenn die Verantwortlichen immer wieder betonen, dass sie davon nicht überrascht wurden. Die Neuzugänge sind spannend, müssen sich aber erst beweisen und vor allem als Team zusammenfinden. Die Lilienblog-Analyse:

Abgänge

Mit Isac Lidberg (Borussia Mönchengladbach), Fraser Hornby (VfL Wolfsburg) und Killian Corredor (FC Nantes) hat der SV Darmstadt 98 seine drei besten Offensivspieler abgegeben. Ebenfalls verlassen haben den Verein die Leih- und Stammspieler Marco Richter (zurück nach Mainz) und Niklas Schmidt (zurück nach Toulouse) sowie der über die vergangenen zwei Jahre gesetzte Rechtsverteidiger Sergio Lopez (Granada). Ins Gewicht fällt auch – obwohl zuletzt kein Stammspieler mehr – der Abgang von Fabian Holland (36, Vertrag nicht verlängert), der nach innen wie nach außen Identifikationsfigur war.

Kaum ins Gewicht fallen dagegen die weiteren Abgänge Leon Klassen (Grazer AK), Paul Will (SpVgg Greuther Fürth), Serhat-Semih Güler und Tim Arnold (beide Sportfreunde Siegen), Fabio Torsiello (weiter an Alemannia Aachen verliehen) und Bartosz Bialek (Ziel unbekannt). Sie waren in der vergangenen Saison entweder keine Stammspieler oder bereits an andere Vereine verliehen.

Zugänge

Spannendster Neuzugang ist bislang der Niederländer Lance Duijvestijn (27, Sparta Rotterdam). Er ähnelt vom Typ her Hornby, hat teilweise sogar bessere Werte und zeigte in der Vorbereitung gute Ansätze als hängende Spitze. Interessant wird sein, wie die beiden Flügelspieler Noah Weißhaupt (24, SC Freiburg) und Ibrahim El Kadiri (24, De Graafschap) einschlagen. Weißhaupt hatte vergangene Saison eine Delle mit zwei wenig erfolgreichen Leihen nach Warschau und Hannover. Der trickreiche El Kadiri muss beweisen, dass er auch mit der Härte der 2. Liga klarkommt. Gleiches gilt für Angreifer Hojae Lee (25), der aus Südkorea kam.

SV Darmstadt 98 - FC Portsmouth, Testspiel

Neuzugang Lance Duijvestijn – der neuen Hornby?

Mit Nicolas Verkooijen (19) gewannen die Lilien ein großes Talent aus dem Nachwuchs des PSV Eindhoven fürs zentrale Mittelfeld, der bei seinen bisherigen Ansätzen sein großes Potenzial andeutete. Lars Kehl (24, VfL Osnabrück) spielt im offensiven Mittelfeld und war vergangene Saison einer der herausragenden Spieler beim Zweitliga-Aufsteiger.

Yannik Lührs (23, TSG 1899 Hoffenheim II) bestritt bereits drei Bundesliga-Spiele für Borussia Dortmund, kann in der Innenverteidigung auf beiden Seiten spielen und erhöht damit auch den Druck auf den bislang unangefochtenen Patric Pfeiffer.

Rechtsverteidiger Christopher Lannert (28, Arminia Bielefeld) kam für den abgewanderten Lopez, kann defensiv womöglich für mehr Stabilität sorgen als sein Vorgänger. Florian Kleinhansl (25, zuletzt 1. FC Kaiserlautern) wurde als Linksverteidiger verpflichtet, weil Raoul Petretta und Fabian Nürnberger sich aktuell noch mit Verletzungen herumschlagen. Carlo Sickinger (29, SV Elversberg) gilt zunächst als Back-up für das zentrale Mittelfeld, ist aber vielfältig einsetzbar und bringt reichlich Zweitliga-Erfahrung mit.

Manolo Merx (17) und Milan Herbst (18) kommen aus dem eigenen Nachwuchs, kamen zwar in der Vorbereitung regelmäßig zum Einsatz, wobei vor allem Merx mit einigen Treffern und seiner Geschwindigkeit auf sich aufmerksam machte. Beide werden aber voraussichtlich zunächst vor allem in der Hessenliga-Mannschaft der Lilien Spielpraxis sammeln.

Passiert noch was?

Ein hochkarätiger Stürmer wird noch kommen. Ansonsten hat Sportgeschäftsführer Paul Fernie signalisiert, dass man die Augen offen hält, falls sich etwas realisieren lässt. Möglicherweise passiert auch noch etwas auf der rechten Abwehrseite, wenn Matthias Bader sich gesundheitlich nicht stabilisiert.

Fazit

Schwerwiegende Abgänge, interessante Neuzugänge, die sich aber noch beweisen müssen. Viel wird davon abhängen, wie schnell die zu großen Teilen neu formierte Mannschaft zu einer Einheit zusammenfindet.

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Die Umfrage läuft bis Freitag, 7. August, um 23:59:59 Uhr.

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Bildquellen

  • SVD-portsmouth-2026-27-blog-0009: Arthur Schönbein

8 Kommentare

  • Frank Hofmann sagt:

    Merx halte ich bereits für Zweitligatauglich, ist mit dem weniger talentierten Lakenmacher auf Augenhöhe. Merx weiß virtuell wo der Kasten steht und kann situativ blitzschnell in eine kleine Lücke bereits abziehen. Im Testspiel gegen die Niederländer 3 Abwehrspieler und den überraschten Tormann (Sichtfeld) alt aussehen gelassen. Lieberknecht hätte ihn jedenfalls zu ende entwickelt. Kann aber nicht jeder Trainer! Der Bursche ist in der OL bereits unterfordert.

  • achtundneunzig sagt:

    Ich bin total gespannt, weil es in beide Richtungen gehen kann. Und ein Puzzlestück aka MS No 1 fehlt noch.

  • Jens sagt:

    Wie eigentlich der Stand von Marco Richter bei Mainz uns wie sind seine Optionen? Weiß das jemand?

  • Ottmar sagt:

    „Gute Ansätze ! -interessant ! – eine Delle ! – andeutungsweise ! grosses Potenzial ! noch n Talent ! – kann ! mehr Stabilität bringen – Druck ! erhöher- Back Up ! “
    Wenn man das so liest @Stephan,merkt man wie sehr wir im Dunkeln tappen und all die gewagten oder pessimistischen Prognosen letztlich Kaffeesatzleserei sind ( wobei ich ,wenn ich die og. Begriffe auf mich wirken lasse eher Angst bekomme)
    Egal- der Samstag nähert sich, dann wird’s endlich konkret und ich bin gespannt was wir alle am Woende bzw Montag in der „Guud Stubb“ von den Spezialisten in Sachen Analysen hören dürfen…und welcher Trend sich bis zur Länderspielpause verfestigt

  • Bernd Holzapfel sagt:

    Sehr viele interessante Spieler, jedoch aus ausländischen Ligen.

    Somit bleibt abzuwarten wie schnell -und ob sie sich überhaupt- in der 2.Liga zurechtfinden werden…!?

    • Frank Hofmann sagt:

      Um das zu erkennen musst Du geduldig die ersten 5 Spiele inkl. Pokal abwarten. Fliegen wir im Pokal raus und bekommen wenig auf die Kette, in den ersten 2 Spielen gäbe 2 Niederlagen, dann allerdings Alarmstufe rot, Trainer und Sportmanager angezählt. Was hoffentlich nicht eintritt!

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