Die deutschen Profi-Fußball-Vereine dürfen die wegen der Corona-Pandemie unterbrochene Saison mit Geisterspielen fortsetzen. Was das genau für den SV Darmstadt 98 bedeutet, war aber nach der Entscheidung der Politik am Mittwoch noch offen. Die Lilien wollten zunächst die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) am Donnerstag abwarten, bevor sie sich offiziell dazu äußern.

Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte am Mittwoch, Profi-Fußball sei ab Mitte Mai wieder möglich. Auflage ist Medienberichten zufolge, dass dem Neustart eine „Quarantäne-Maßnahme“ für die Spieler vorausgeht. Dabei könne es sich um ein Trainingslager handeln. Das muss demnach – anders als die bislang üblichen Quarantäne-Maßnahmen – allerdings nicht zwei Wochen dauern.

Noch neun Partien stehen für den SV Darmstadt 98 noch aus

Den konkreten Spielplan legt nun die Deutsche Fußball Liga (DFL) fest. In der 2. Fußball-Bundesliga stehen noch neun Spieltage aus. Die Lilien hatten ihr bislang letztes Spiel am 7. März gegen den VfL Bochum (0:0) bestritten.

Ausgetragen werden müssten noch die Begegnungen gegen den Karlsruher SC (A), FC St. Pauli (H), Erzgebirge Aue (A), SpVgg Greuther Fürth (H), Jahn Regensburg (A), Hannover 96 (H), Arminia Bielefeld (A), SV Wehen Wiesbaden (H) sowie zum Abschluss beim VfB Stuttgart.

Höchstens sieben Wochen bleiben noch

Frühstmöglicher Wiederbeginn wäre das übernächste Wochenende (16./17. Mai). Ursprünglich war auf diesen Termin der letzte Spieltag terminiert. Bis dahin müssten alle Teams, die bislang sehr eingeschränkt trainiert haben, wettkampffähig sein.

Ab diesem Termin blieben noch sieben Wochen für neun Partien, wenn man die Saison tatsächlich bis zum 30. Juni beenden will. Für diesen Termin spricht, dass da die auslaufenden Verträge von Spielern und Trainern enden. Ob eine schon einmal angeregte Verlängerung der Saison tatsächlich ein Thema wird, ist angesichts der vertraglichen und versicherungstechnischen Unwägbarkeiten sehr fraglich.

Die Fortsetzung der Saison mit Geisterspielen ist bei den Fans umstritten. In einer Umfrage des Lilienblogs äußerte sich eine knappe Mehrheit (55 Prozent) jedoch dafür, ohne Zuschauer weiterzuspielen. 36 Prozent waren dagegen.

(Hinweis: Für den Mittwochabend stand ein virtueller Fanabend des SV Darmstadt 98 auf dem Programm, an dem auch Präsident Rüdiger Fritsch teilnehmen sollte.)

 

Bildquellen

  • SVD-BOC-blog-2019-20-011: Arthur Schönbein

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